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Hypoalbuminämie: Unterschied zwischen den Versionen

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Albumin stellt einen Anteil von rund 50% des [[Plasmaprotein]]s und ist für 75-80% des [[onkotischer Druck|onkotischen Drucks]] verantwortlich. Bei einem Albuminmangel kommt es daher zu einer deutlichen Erniedrigung des onkotischen Drucks und zur Bildung von [[Ödem]]en. Darüber hinaus ist Albumin für die Bindung vieler Substanzen im Blut verantwortlich, zum Beispiel von [[Bilirubin]], [[Fettsäure]]n, [[Hormon]]en und Arzneistoffen. Eine weitere Konsequenz des Albuminmangels ist daher, dass Arzneistoffe, die normalerweise an Albumin gebunden sind, frei im [[Blutplasma]] vorliegen und dort zu höheren Wirkstoffspiegeln führen.
 
Albumin stellt einen Anteil von rund 50% des [[Plasmaprotein]]s und ist für 75-80% des [[onkotischer Druck|onkotischen Drucks]] verantwortlich. Bei einem Albuminmangel kommt es daher zu einer deutlichen Erniedrigung des onkotischen Drucks und zur Bildung von [[Ödem]]en. Darüber hinaus ist Albumin für die Bindung vieler Substanzen im Blut verantwortlich, zum Beispiel von [[Bilirubin]], [[Fettsäure]]n, [[Hormon]]en und Arzneistoffen. Eine weitere Konsequenz des Albuminmangels ist daher, dass Arzneistoffe, die normalerweise an Albumin gebunden sind, frei im [[Blutplasma]] vorliegen und dort zu höheren Wirkstoffspiegeln führen.
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Die Feststellung einer Hypalbuminämie erfolgt durch Messung des [[Serumalbumin]]s.
 
[[Fachgebiet:Labormedizin]]
 
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Version vom 29. November 2012, 10:06 Uhr

Synonym: Hypalbuminämie
Englisch: hypoalbuminemia

1 Definition

Unter einer Hypoalbuminämie versteht man eine erniedrigten Gehalt an Albumin im Blut. Die Hypoalbuminämie ist eine Form der Hypoproteinämie.

ICD-10-Code: E88.0

2 Hintergrund

Albumin stellt einen Anteil von rund 50% des Plasmaproteins und ist für 75-80% des onkotischen Drucks verantwortlich. Bei einem Albuminmangel kommt es daher zu einer deutlichen Erniedrigung des onkotischen Drucks und zur Bildung von Ödemen. Darüber hinaus ist Albumin für die Bindung vieler Substanzen im Blut verantwortlich, zum Beispiel von Bilirubin, Fettsäuren, Hormonen und Arzneistoffen. Eine weitere Konsequenz des Albuminmangels ist daher, dass Arzneistoffe, die normalerweise an Albumin gebunden sind, frei im Blutplasma vorliegen und dort zu höheren Wirkstoffspiegeln führen.

Die Feststellung einer Hypalbuminämie erfolgt durch Messung des Serumalbumins.

Diese Seite wurde zuletzt am 4. Juni 2019 um 04:23 Uhr bearbeitet.

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