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Hyperhydratation: Unterschied zwischen den Versionen

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*[[Hyperton]]: bei dieser Form kommt zu einem Natriumüberschuss in der [[Extrazellulärmatrix]] wodurch den [[Zelle]]n Wasser entzogen wird.
 
*[[Hyperton]]: bei dieser Form kommt zu einem Natriumüberschuss in der [[Extrazellulärmatrix]] wodurch den [[Zelle]]n Wasser entzogen wird.
 
*[[Hypoton]]: durch einen Überschuss an freiem Wasser sinkt der Natriumspiegel im Blut.
 
*[[Hypoton]]: durch einen Überschuss an freiem Wasser sinkt der Natriumspiegel im Blut.
  
 
==Ursachen==
 
==Ursachen==
Bei der hypotonen Hyperhydratation kommt es z. B. infolge eines akuten oder chronischen [[Nierenversagen]]s, übermäßigem Trinkens von salzarmem Wasser oder intensiver [[Magenspülung]]en zu einer Überwässerung des Körpers ohne Anstieg des Natriums. Anteilsmäßig ist dadurch das Natrium erniedrigt, wodurch zum Ausgleich der Konzentrationsunterschiede Wasser entlang des Konzentrationsgefälles in die Körperzellen einströmt (die Zellen schwellen an). Von einer isotonen Hyperhydratation spricht man, wenn z. B. durch eine Herzschwäche oder eine [[Leberzirrhose]] vermehrt Körperwasser eingelagert wird. Dadurch vermehrt sich das Gesamtvolumen bei gleich bleibendem Verhältnis von Wasser zu Natrium. Bei der hypertonen Hyperhydratation kommt es z. B. durch Trinken von Meerwasser oder der [[Infusion]] von Salzlösungen zu einem Anstieg des Natriums und infolgedessen zu einem Wasserausstrom entlang des Konzentrationsgefälles aus den Zellen in den Extrazellularraum. Folge ist u. a. ein »Austrocknen« der roten Blutkörperchen, welche somit nicht mehr genügend Sauerstoff transportieren können. Dies führt zu einem [[Sauerstoffmangel]] des Körpers (»innere Erstickung«). Eine hypertone Hyperhydratation ist jedoch selten.
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Bei der hypotonen Hyperhydratation kommt es z. B. infolge eines akuten oder chronischen [[Nierenversagen]]s, übermäßigen Trinkens von salzarmem Wasser oder intensiver [[Magenspülung]]en zu einer Überwässerung des Körpers ohne Anstieg des Natriums. Anteilsmäßig ist dadurch das Natrium erniedrigt, wodurch zum Ausgleich der Konzentrationsunterschiede Wasser entlang des Konzentrationsgefälles in die Körperzellen einströmt (die Zellen schwellen an). Von einer isotonen Hyperhydratation spricht man, wenn z. B. durch eine Herzschwäche oder eine [[Leberzirrhose]] vermehrt Körperwasser eingelagert wird. Dadurch vermehrt sich das Gesamtvolumen bei gleich bleibendem Verhältnis von Wasser zu Natrium. Bei der hypertonen Hyperhydratation kommt es z. B. durch Trinken von Meerwasser oder der [[Infusion]] von Salzlösungen zu einem Anstieg des Natriums und infolgedessen zu einem Wasserausstrom entlang des Konzentrationsgefälles aus den Zellen in den Extrazellularraum. Folge ist u. a. ein »Austrocknen« der roten Blutkörperchen, welche somit nicht mehr genügend Sauerstoff transportieren können. Dies führt zu einem [[Sauerstoffmangel]] des Körpers (»innere Erstickung«). Eine hypertone Hyperhydratation ist jedoch selten.
 
[[Fachgebiet:Innere Medizin]]
 
[[Fachgebiet:Innere Medizin]]

Version vom 24. Juni 2013, 14:49 Uhr

Englisch: overhydration

1 Definition

Unter einer Hyperhydratation versteht man einen übermäßigen Wassergehalt des Körpers.

2 Formen

Bei der Hyperhydratation werden drei Formen unterschieden:

  • Isoton: hierbei stehen Natrium- und Wasserüberschuss in einem isotonen Verhältnis, d.h. das Natriumspiegel im Blut ändert sich nicht.
  • Hyperton: bei dieser Form kommt zu einem Natriumüberschuss in der Extrazellulärmatrix wodurch den Zellen Wasser entzogen wird.
  • Hypoton: durch einen Überschuss an freiem Wasser sinkt der Natriumspiegel im Blut.

3 Ursachen

Bei der hypotonen Hyperhydratation kommt es z. B. infolge eines akuten oder chronischen Nierenversagens, übermäßigen Trinkens von salzarmem Wasser oder intensiver Magenspülungen zu einer Überwässerung des Körpers ohne Anstieg des Natriums. Anteilsmäßig ist dadurch das Natrium erniedrigt, wodurch zum Ausgleich der Konzentrationsunterschiede Wasser entlang des Konzentrationsgefälles in die Körperzellen einströmt (die Zellen schwellen an). Von einer isotonen Hyperhydratation spricht man, wenn z. B. durch eine Herzschwäche oder eine Leberzirrhose vermehrt Körperwasser eingelagert wird. Dadurch vermehrt sich das Gesamtvolumen bei gleich bleibendem Verhältnis von Wasser zu Natrium. Bei der hypertonen Hyperhydratation kommt es z. B. durch Trinken von Meerwasser oder der Infusion von Salzlösungen zu einem Anstieg des Natriums und infolgedessen zu einem Wasserausstrom entlang des Konzentrationsgefälles aus den Zellen in den Extrazellularraum. Folge ist u. a. ein »Austrocknen« der roten Blutkörperchen, welche somit nicht mehr genügend Sauerstoff transportieren können. Dies führt zu einem Sauerstoffmangel des Körpers (»innere Erstickung«). Eine hypertone Hyperhydratation ist jedoch selten.

Fachgebiete: Innere Medizin

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Juni 2019 um 18:08 Uhr bearbeitet.

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