Hymenalatresie

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Synonyme: Atresia hymenalis, Hymen imperforatus
Englisch: hymenal atresia

1 Definition

Als Hymenalatresie bezeichnet man einen membranösen Verschluss des weiblichen Genitales (Gynatresie) ohne den physiologischen Durchbruch am Müller-Hügel und die daraus resultierende Perforation des Hymen.

2 Beschreibung

Klinisch treten erste Beschwerden beim Eintritt der Menstruation auf. Da das Menstruationsblut nicht abfließen kann, sammelt es sich zunächst in der Vagina (Hämatokolpos), später im Uterus (Hämatometra) und auch in den Tuben. Die so entstandene Amenorrhö wird begleitet von an Intensität zunehmenden, monatlich auftretenden Schmerzen. Diese sog. Molimina menstrualia (Menstruationsschmerzen) können sich bis zu Koliken steigern und mit Blähungen, Miktions- und Stuhlentleerungsstörungen einhergehen.

3 Diagnose

Bei der gynäkologischen Untersuchung ist von rektal ein prallelastischer Tumor zu tasten und das Hymen erscheint gespannt und vorgewölbt. Eine sichere Diagnosestellung ist jedoch nur mittels Sonographie möglich.

4 Therapie

Die Therapie der Hymenalatresie besteht in einer Inzision des Hymen und der Entfernung des gestauten Menstruationsblutes.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Hymenalatresie&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Hymenalatresie

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Fachgebiete: Gynäkologie

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