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Humanes Choriongonadotropin: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''humanes Choriongonadotropin''', kurz '''hCG''', bezeichnet man ein spezielles [[Hormon]] ([[Peptidhormon]]), das für die Erhaltung der [[Schwangerschaft]] verantwortlich ist. Es wird während der Schwangerschaft unter Einfluss des [[Chorion]]s von der [[Plazenta]] gebildet.
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Als '''humanes Choriongonadotropin''', kurz '''hCG''' oder '''beta-hCG''', bezeichnet man ein spezielles [[Hormon]] ([[Peptidhormon]]), das für die Erhaltung der [[Schwangerschaft]] verantwortlich ist. Es wird während der Schwangerschaft unter Einfluss des [[Chorion]]s von der [[Plazenta]] gebildet.
  
 
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Der Nachweis von hCG in Harn und im Blutserum (qualitativer [[immunologisch]]er Nachweis) kann durch [[serologisch]]e Verfahren (z.B. [[ELISA]] oder [[RIA]]) erfolgen. Er dient als [[Schwangerschaftstest]].
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Der Nachweis von hCG im [[Harn]] und im [[Blutserum]] ([[qualitativ]] oder [[quantitativ]]) kann durch [[Immunassay]]s (z.B. [[ELISA]] oder [[RIA]]) erfolgen. Er dient als [[Schwangerschaftstest]]. Sehr häufig wird auch der [[Immunchromatografie|immunchromatografische]] [[Schnelltest]] eingesetzt, sowohl in der [[Selbstdiagnostik]] als auch in medizinischen Einrichtungen.
  
 
Der Nachweis im Serum liefert frühestens 7 Tage nach der [[Befruchtung]] verwertbare Ergebnisse, der Nachweis im Harn etwa nach 12-14 Tagen, d.h. zum Zeitpunkt der erwarteten Regel.
 
Der Nachweis im Serum liefert frühestens 7 Tage nach der [[Befruchtung]] verwertbare Ergebnisse, der Nachweis im Harn etwa nach 12-14 Tagen, d.h. zum Zeitpunkt der erwarteten Regel.
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Version vom 1. Juni 2015, 10:00 Uhr

von griechisch: gonos - Reproduktion, tropein - Einfluss haben auf
Synonyme: menschliches Chorion-Gonadotropin, HCG, hCG, beta-HCG
Englisch: human chorionic gonadotropine

1 Definition

Als humanes Choriongonadotropin, kurz hCG oder beta-hCG, bezeichnet man ein spezielles Hormon (Peptidhormon), das für die Erhaltung der Schwangerschaft verantwortlich ist. Es wird während der Schwangerschaft unter Einfluss des Chorions von der Plazenta gebildet.

2 Biochemie

hCG ist ein Proteohormon, das vom Synzytiotrophoblasten der Plazenta gebildet wird. Das Molekulargewicht von HCG beträgt etwa 37.000 Dalton. Es handelt sich um ein Heterodimer, das aus einer Alpha-Untereinheit aus 92 Aminosäuren und einer Beta-Untereinheit aus 145 Aminosäuren besteht. Die Alpha-Untereinheit zeigt strukturelle Übereinstimmung mit den Hypophysen-Hormonen (Gonadotropinen) FSH, LH, TSH und Prolaktin. Die Beta-Untereinheit ist spezifisch für hCG.

Die biologische Halbwertszeit von hCG ist ca. 8 Stunden. Ein Maximum des Hormonspiegels wird im 2. bis 3. Schwangerschaftsmonat erreicht.

hCG ist von großer physiologischer Wichtigkeit, weil es das Corpus luteum in der Schwangerschaft unterhält. Es fördert u.a. in frühen Phasen die Produktion von Steroidhormonen.

3 Nachweis

Der Nachweis von hCG im Harn und im Blutserum (qualitativ oder quantitativ) kann durch Immunassays (z.B. ELISA oder RIA) erfolgen. Er dient als Schwangerschaftstest. Sehr häufig wird auch der immunchromatografische Schnelltest eingesetzt, sowohl in der Selbstdiagnostik als auch in medizinischen Einrichtungen.

Der Nachweis im Serum liefert frühestens 7 Tage nach der Befruchtung verwertbare Ergebnisse, der Nachweis im Harn etwa nach 12-14 Tagen, d.h. zum Zeitpunkt der erwarteten Regel.

4 Diagnostische Bedeutung

Ein erhöhter hCG-Wert bzw. steigende hCG-Werte im Zeitverlauf sind ein Zeichen für eine Schwangerschaft. Während des 1. Trimenons dient der hCG-Wert deshalb der Kontrolle des Schwangerschaftsverlaufs.

Stark erhöhte HCG-Werte im Rahmen einer Schwangerschaft können auf eine Mehrlingsschwangerschaft oder eine Chromosomenanomalie des Embryos (Down-Syndrom) hinweisen.

Abfallende oder verminderte hCG-Werte deuten hingegen hin auf:

Außerhalb der Schwangerschaft findet man erhöhte hCG-Werte u.a. bei:

5 Therapeutische Anwendung

Bei Frauen wird HCG aus Schwangeren-Harn als LH-wirksames Präparat bei primärer und sekundärer hypophysärer Amenorrhö angewendet. Beim Mann kommt hCG bei hypogonadotropem Hypogonadismus, Maldescensus testis und Infertilität zum Einsatz.

6 Links

siehe auch: Hormone, Plazentahormone und Tumormarker.

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