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High Density Lipoprotein

Version vom 14. März 2018, 18:15 Uhr von Dr. med. Norbert Ostendorf (Diskussion | Beiträge)

Abkürzung: HDL
Synonym: HDL-Cholesterin, α-Lipoprotein

1 Definition

Als High Density Lipoprotein werden in Leber und Darm synthetisierte Lipoproteine (Dichteklasse: 1,063 - 1,21 mg/l) bezeichnet. Physiologische Aufgabe des HDL ist der Rücktransport von Cholesterin zur Leber.

2 Zusammensetzung

Die HDL bestehen etwa zur Hälfte aus Proteinen und zur Hälfte aus Cholesterin, Phospholipiden und Triglyceriden (mengenmäßig absteigende Reihenfolge). Die für die Funktion des HDL wichtigen Apolipoproteine sind das Apo A1, Apo A2 und das Apolipoprotein E.

3 Stoffwechsel

HDL liegt im Blutplasma an das Enzym Lecithin-Cholesterin-Acyltransferase (LCAT) gebunden vor. LCAT überführt Cholesterin in Cholesterinester, die in HDL aufgenommen werden. HDL nimmt an den Zellmembranen peripherer Zellen Cholesterin auf. Dadurch entstehen die als HDL2 und HDL3 bezeichneten beladenen Formen des HDL. HDL ist ein Aktiviator der Lipoproteinlipase.

4 Labordiagnostik

Im Labor wird der HDL-Cholesterin-Anteil (HDL-C) bestimmt. Hierzu LDL, VLDL und Chylomikronen im Serum gebunden, zum Beispiel durch Komplexbildung mit Dextransulfat und Magnesiumionen . Das Cholesterin in den verbleibenden HDL reagiert mit Cholesterinesterase und Cholesterinoxidase, hierbei wird H2O2 freigesetzt. H2O2 bildet mit 4-Aminoantipyrin und HSDA einen violetten Farbstoff (Trinder-Reaktion). Dessen Konzentration ist direkt proportional zur HDL-Cholesterin-Konzentration.

5 Medizinische Bedeutung

Erniedrigte HDL-Cholesterin-Werte bzw. ein erhöhter Gesamtcholesterin/HDL-Cholesterin-Quotient gelten als Risikofaktor für die Entstehung einer Arteriosklerose.

Isoliert erniedrigte HDL-Werte kommen bei der seltenen Tangier-Krankheit vor, welcher eine Synthesestörung des Apo A1 zugrunde liegt. Auch der ebenfalls seltene LCAT-Mangel kann die Ursache sein.

6 Referenzbereich

Die HDL-Plasmakonzentration wird laborchemisch im Serum bestimmt. Werte unter 35 mg/dl (0,9 mmol/l) gelten dabei als erniedrigt. Von manchen Autoren wird auch ein Grenzwert von 40 mg/dl (1,0 mmol/l) angegeben.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. November 2019 um 15:37 Uhr bearbeitet.

Quelle? Nach meinen Quellen ist die Angabe hier richtig. Umrechungsfaktor 0,026 bzw. 38,5
#2 am 18.11.2019 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Bitte korrigieren: Angaben zu Referenzbereich. Der Umrechnungsfaktor von mg/dl zu mmol/l ist 0,0555 bzw. rückwärts 18,018. Somit sind 35 mg/dl = 1,95 mmol/l bzw. 40 mg/dl = 2,22 mmol/l
#1 am 17.11.2019 von Dipl. Ing. Joseph Amtmann (Biotechniker/in | Medizintechniker/in)

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