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Herzfrequenzvariabilität

Version vom 25. März 2005, 13:21 Uhr von 213.196.204.12 (Diskussion)

Das Phänomen "Herzratenvariabilität" (HRV, auch "Herzfrequenzvariabilität") beschreibt mehr oder weniger rhythmischen Schwankungen der Herzrate. In Ruhe- bzw. Entspannungszuständen ist die HRV charakterisiert durch stark ausgeprägte multifrequente Oszillationen. Meist dominiert die so genannte Respiratorische Sinusarrhythmie (RSA). Daneben findet sich um 0,1 Hz (6/min) ein relative stabiler Rhythmus, der die Aktivität der Baroreflexschleife und somit Prozesse der Blutdruckregulation repräsentiert.

Internisten und Neurologen nutzen die HRV-Messung seit Langem z.B. zur Diagnostik und Risikostratifikation der diabetischen Neuropathie oder bei Patienten nach durchgemachtem Herzinfarkt. Im Rahmen der Pränataldiagnostik können charakteristische Auffälligkeiten der fetalen HRV im Kardiotokogramm auf einen kritischen Zustand hinweisen. Es ist gut vorstellbar, dass die HRV künftig zum Screening potentiell gefährdeter Personengruppen und allgemein für präventivmedizinische Belange einsetzbar ist.

Weitere Infos unter [1] oder unter [2].

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Fachgebiete: Kardiologie

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