Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Herzfrequenzvariabilität: Unterschied zwischen den Versionen

Zeile 3: Zeile 3:
  
 
==Definition==
 
==Definition==
Die '''Herzratenvariabilität''', kurz '''HRV''', beschreibt die mehr oder weniger rhythmischen Schwankungen der [[Herzrate]]. In Ruhe- bzw. Entspannungszuständen ist die Herzratenvariabilität durch stark ausgeprägte multifrequente Oszillationen charakterisiert. Meist dominiert die sogenannte [[respiratorische Sinusarrhythmie]] (RSA). Daneben findet sich um 0,1 Hz (6/min) ein relativ stabiler Rhythmus, der die Aktivität der Baroreflexschleife und somit Prozesse der [[Blutdruckregulation]] repräsentiert.
+
Die '''Herzratenvariabilität''', kurz '''HRV''', beschreibt die mehr oder weniger rhythmischen Schwankungen der [[Herzfrequenz]]. In Ruhe- bzw. Entspannungszuständen ist die Herzratenvariabilität durch stark ausgeprägte multifrequente Oszillationen charakterisiert. Meist dominiert die sogenannte [[respiratorische Sinusarrhythmie]] (RSA). Daneben findet sich um 0,1 Hz (6/min) ein relativ stabiler Rhythmus, der die Aktivität der Baroreflexschleife und somit Prozesse der [[Blutdruckregulation]] repräsentiert.
  
 
==Klinische Bedeutung==
 
==Klinische Bedeutung==

Version vom 29. Juni 2017, 09:40 Uhr

Synonym: Herzfrequenzvariabilität
Englisch: heart rate variability (HRV)

1 Definition

Die Herzratenvariabilität, kurz HRV, beschreibt die mehr oder weniger rhythmischen Schwankungen der Herzfrequenz. In Ruhe- bzw. Entspannungszuständen ist die Herzratenvariabilität durch stark ausgeprägte multifrequente Oszillationen charakterisiert. Meist dominiert die sogenannte respiratorische Sinusarrhythmie (RSA). Daneben findet sich um 0,1 Hz (6/min) ein relativ stabiler Rhythmus, der die Aktivität der Baroreflexschleife und somit Prozesse der Blutdruckregulation repräsentiert.

2 Klinische Bedeutung

Internisten und Neurologen nutzen die HRV-Messung seit Langem z.B. zur Diagnostik und Risikostratifikation der diabetischen Neuropathie oder bei Patienten nach durchgemachtem Herzinfarkt. Im Rahmen der Pränataldiagnostik können charakteristische Auffälligkeiten der fetalen HRV im Kardiotokogramm auf einen kritischen Zustand hinweisen.

Es ist gut vorstellbar, dass die HRV künftig zum Screening potentiell gefährdeter Personengruppen und allgemein für präventivmedizinische Belange einsetzbar ist.

3 Weblinks

Tags: ,

Fachgebiete: Kardiologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

6 Wertungen (2.83 ø)

23.794 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: