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Herzauskultation: Unterschied zwischen den Versionen

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Die ''Herzauskultation'' ist Bestandteil der [[körperliche Untersuchung|körperlichen Untersuchung]] und dient zur Untersuchung der Herztöne und zur Erkennung von eventuell vorhandenen pathologischen Herzgeräuschen, die auf ein Problem mit den Herzklappen hinweisen könnten.  
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Die '''Herzauskultation''' ist Bestandteil der [[körperliche Untersuchung|körperlichen Untersuchung]] und dient der Erfassung der physiologischen [[Herzton|Herztöne]] und zur Erkennung von eventuell vorhandenen pathologischen [[Herzgeräusch|Herzgeräuschen]], die z.B. auf eine Pathologie der [[Herzklappe]]n hinweisen können.  
  
Die Durchführung der Herzauskultation erfolgt mit einem Stethoskop, hierbei lassen sich aber meistens nur 2 der insgesamt 4 Herztöne erfassen.  
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Die Durchführung der Herzauskultation erfolgt mit einem [[Stethoskop]], hierbei lassen sich meistens nur 2 der insgesamt 4 Herztöne erfassen.  
  
 
== Durchführung ==
 
== Durchführung ==
Die "Herzauskultation" kann am stehenden, sitzenden oder liegenden Patienten durchgeführt werden, zur Erleichterung der Untersuchung bzw. Verbesserung des Klangbildes bietet sich jedoch die Untersuchung am ruhig liegenden Patienten an.
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Die Herzauskultation kann am stehenden, sitzenden oder liegenden Patienten durchgeführt werden, zur Erleichterung der Untersuchung bzw. Verbesserung des Klangbildes bietet sich jedoch die Untersuchung am sitzenden Patienten an.
  
Die Auskultation erfolgt an fünf verschiedenen Lokalisationen des Brustkorbs im Bereich der jeweiligen Klappen, um die Strömungsgeräusche zu erfassen:
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Die Auskultation erfolgt standardmäßig an fünf verschiedenen anatomischen Punkten des Brustkorbs, wohin die Töne und Geräusche der jeweiligen Herzklappen hin ausstrahlen:
  
* 2. [[Intercostalraum|ICR]] parasternal rechts (''Aortenklappe'')
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* 2. [[Intercostalraum|ICR]] parasternal rechts ([[Aortenklappe]])
* 2. [[Intercostalraum|ICR]] parasternal links (''Pulmonalklappe'')
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* 2. [[Intercostalraum|ICR]] parasternal links ([[Pulmonalklappe]])
* 3. [[Intercostalraum|ICR]] parasternal links (''Erb'scher Punkt'')
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* 3. [[Intercostalraum|ICR]] parasternal links ([[Erb'scher Punkt]])
* 4. [[Intercostalraum|ICR]] parasternal rechts (''Trikuspidalklappe'')
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* 4. [[Intercostalraum|ICR]] parasternal rechts ([[Trikuspidalklappe]])
* 5. [[Intercostalraum|ICR]] links etwa in Höhe der Medioclavicularlinie (''Mitralklappe'')
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* 5. [[Intercostalraum|ICR]] links etwa in Höhe der Medioclavicularlinie ([[Mitralklappe]])
  
 
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In der Regel beginnt man an der Herzbasis (Aorten- und Pulmonalklappe) und arbeitet sich dann nach unten zur Herzspitze hin vor.  
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In der Regel beginnt man an der Herzbasis (Aorten- und Pulmonalklappe) und arbeitet sich dann nach unten zur Herzspitze hin vor. Alternativ können erst beide oberen, dann beide unteren Lokalisationen, jeweils zunächst rechts, dann links am Patienten auskultiert werden.
Stören die Atemgeräusche des Patienten, kann man ihn auch bitten, die Luft kurz anzuhalten.
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Stören die [[Atemgeräusch]]e des Patienten, kann man ihn auch bitten, die Luft kurz anzuhalten.
Es bietet sich an, beim Auskultieren auch gleichzeitig den Puls an der A. radialis zu tasten, so lässt sich ein eventuelles Pulsdefizit (Diskrepanz zwischen Herz- und Pulsfrequenz z.B. im Rahmen von Rhythmusstörungen, Herzschwäche oder Gefäßstenosen) feststellen.
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Es bietet sich an, beim Auskultieren auch gleichzeitig den Puls an der A. radialis zu tasten, so lässt sich ein eventuelles Pulsdefizit (Diskrepanz zwischen Herz- und Pulsfrequenz z.B. im Rahmen von Rhythmusstörungen, Herzschwäche oder Gefäßstenosen) sowie die eindeutige Zuordnung eines [[Systole|systolischen]] oder eines [[Diastole|diastolischen]] Geräuschesn feststellen.
 
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Während der Auskultation wird dann zwischen physiologischen [[Herzton|Herztönen]] und meistens pathologischen [[Herzgeräusch|Herzgeräuschen]] unterschieden.
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[[Fachgebiet:Allgemeinmedizin]]
 
[[Fachgebiet:Allgemeinmedizin]]
 
[[Fachgebiet:Innere Medizin]]
 
[[Fachgebiet:Innere Medizin]]
 
[[Fachgebiet:Kardiologie]]
 
[[Fachgebiet:Kardiologie]]
 
[[Fachgebiet:Pneumologie]]
 
[[Fachgebiet:Pneumologie]]

Version vom 6. Dezember 2012, 19:06 Uhr

Synonym: cardiale Auskultation
Englisch: cardiac auscultation oder heart auscultation

1 Definition

Die Herzauskultation ist Bestandteil der körperlichen Untersuchung und dient der Erfassung der physiologischen Herztöne und zur Erkennung von eventuell vorhandenen pathologischen Herzgeräuschen, die z.B. auf eine Pathologie der Herzklappen hinweisen können.

Die Durchführung der Herzauskultation erfolgt mit einem Stethoskop, hierbei lassen sich meistens nur 2 der insgesamt 4 Herztöne erfassen.

2 Durchführung

Die Herzauskultation kann am stehenden, sitzenden oder liegenden Patienten durchgeführt werden, zur Erleichterung der Untersuchung bzw. Verbesserung des Klangbildes bietet sich jedoch die Untersuchung am sitzenden Patienten an.

Die Auskultation erfolgt standardmäßig an fünf verschiedenen anatomischen Punkten des Brustkorbs, wohin die Töne und Geräusche der jeweiligen Herzklappen hin ausstrahlen:

In der Regel beginnt man an der Herzbasis (Aorten- und Pulmonalklappe) und arbeitet sich dann nach unten zur Herzspitze hin vor. Alternativ können erst beide oberen, dann beide unteren Lokalisationen, jeweils zunächst rechts, dann links am Patienten auskultiert werden. Stören die Atemgeräusche des Patienten, kann man ihn auch bitten, die Luft kurz anzuhalten. Es bietet sich an, beim Auskultieren auch gleichzeitig den Puls an der A. radialis zu tasten, so lässt sich ein eventuelles Pulsdefizit (Diskrepanz zwischen Herz- und Pulsfrequenz z.B. im Rahmen von Rhythmusstörungen, Herzschwäche oder Gefäßstenosen) sowie die eindeutige Zuordnung eines systolischen oder eines diastolischen Geräuschesn feststellen.

Diese Seite wurde zuletzt am 16. Juni 2019 um 19:25 Uhr bearbeitet.

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