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Heroinintoxikation

Version vom 4. Mai 2020, 13:47 Uhr von Justus Dög (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Die Heroinintoxikation resultiert aus dem Mißbrauch der Droge Heroin.

2 Klinik

Meistens handelt es sich um junge Patienten, die bewußtlos eingeliefert werden. Bei der Untersuchung fallen eine ausgeprägte Miosis, Injektionsspuren an Armen und anderen Körperteilen und eine Atemdepression auf.

Die Bestätigung einer Heroininjektion durch Fremdanamnese kann hilfreich sein.

2.1 Differentialdiagnose

Ebenfalls mit einer Miosis und Bewusstlosigkeit kann sich eine Alkylphosphatintoxikation manifestieren.

3 Therapie

Als Sofortmaßnahme kann die Maskenbeatmung und die intravenöse Verabreichung von Naloxon zur Wiederherstellung des Atemantriebs führen. Die Wirkung setzt in der Regel rasch ein (Pulsoxymetrie), die Maskenbeatmung kann ausgesetzt werden.

Bei der Therapie sind einige Umstände gesondert zu beachten:

  • Heroinkonsumenten sind häufig mit HBV, HCV und HIV infiziert. Ein möglichst wirksamer Schutz der Behandelnden ist daher unbedingt zu gewährleisten.
  • Nach 30-45 Minuten kann die Wirkung des Naloxons abklingen, eine erneute Atemdepression droht, wenn das Heroin noch nicht abgeklungen ist. Daher ist der betroffene Patient zu überwachen und bei Atemdepression erneut mit Naloxon zu behandeln.
  • Direkt nach der Injektion kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Symptomen des Opiatentzugssyndroms kommen. Die Patienten können durch Aggressivität zu einer Gefahr für die Behandelnden werden.

Nach der Akuttherapie ist eine Weitervermittlung der Betroffenen an eine Drogenberatungsstelle vorrangiges Ziel.

Fachgebiete: Innere Medizin

Diese Seite wurde zuletzt am 4. Mai 2020 um 13:47 Uhr bearbeitet.

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