Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Hebephrene Schizophrenie

Version vom 27. Juni 2013, 03:04 Uhr von Jennifer Groß (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Hebephrenie, Jugendirresein

1 Definition

Bei der hebephrenen Schizophrenie handelt es sich um eine psychiatrische Erkrankung, die vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren vorkommt. Jedoch ist anzumerken, dass die Altersspanne nicht in jedem Falle zutreffend ist. Es gibt auch eindeutige Fälle von hebephrenen Ersterkrankungen bis zum ca. 30. Lebensjahr.

2 Ursachen

Die genauen Ursachen für das vorliegende Syndrom sind nicht ganz geklärt. Man vermutet jedoch eine spätpubertäre Dysbalance der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin, die generell im Zusammenhang mit psychischen Störungen stehen. Es können sich falsche Synapsenverschaltungen ausbilden, die einen Fortschritt der Krankheit begünstigen.

Begünstigende Faktoren können sein:

  • Psychozozialer Stress
  • Sauerstoffmangel bei der Geburt
  • Ablehnung des Embryos im letzten Schwangerschaftstrimeon
  • Mangelnde Stresstoleranz
  • Infektionskrankheiten der Mutter während der Schwangerschaft
  • Gegentische Disposition
  • Herpes Simplex Virus der Mutter während der Schwangerschaft
  • Introvertiertheit und mangelnde, konstruktive Bewältigungsformen von Stress

3 Symptome

Die Symptomatik setzt in den meisten Fällen vor dem 25. Lebensjahr ein. Es kommt zu Denkstörungen und Störungen der Affektivität, also des Emotionenausdruckes. Gelegentliche Halluzinationen und eine Wahnsymptomatik sind häufig zu beobachten. Meistens sind eher zurückgezogene Charaktere von der Krankheit betroffen.

4 Diagnose

Im Rahmen einer Anamnese und einer Fremdanamnese, zum Beispiel durch die Eltern, kann man auf Verhaltensänderungen in der letzten Zeit schließen. Differenziert werden sollten vor allem eine Anpassungsstörung, sowie eine paranoide Schizophrenie. Auch ein Abusus sollte abgegrenzt werden.

5 Therapie

Die hebephrene Schizophrenie wird in der Regel im Rahmen eines stationären Aufenthaltes medikamentös mit Neuroleptika wie Olanzapin und Benzodiazepinen wie Lorazepam therapiert. Psychotherapeutische Gespräche sollen dem Betroffenen Schritt für Schritt dazu verhelfen, aus der selbst geschaffenen Isolation in die Realität zurückzukehren.

Diese Seite wurde zuletzt am 19. Oktober 2020 um 09:36 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

24 Wertungen (3.79 ø)

101.039 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: