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Haut: Unterschied zwischen den Versionen

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Die menschliche Haut besitzt eine Gesamtfläche von ca. 1,8 m<sup>2</sup> und hat eine Dicke von etwa 1-2 mm. Ihr Gesamtgewicht beträgt ca. 3,5 - 10 kg. Rechnet man das Fettgewebe mit, ist ein Gewicht von ca. 20 kg möglich.
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Die menschliche Haut besitzt eine Gesamtfläche von ca. 1,8 m<sup>2</sup> und hat eine Dicke von etwa 1,5 bis 4 mm. Ihr Gesamtgewicht beträgt ca. 3,5 - 10 kg. Rechnet man das Fettgewebe mit, ist ein Gewicht von ca. 20 kg möglich.
  
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[[Makroskopisch]] können zwei funktionell verschiedene Hautformen am menschlichen Körper unterschieden werden:
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* Die [[Leistenhaut]] auf den [[Hand]]flächen und [[Fuß]]sohlen
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* Die [[Felderhaut]] auf dem restlichen Körper, welche zusätzlich Haare und Drüsen trägt.
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In die Haut sind [[Hautanhangsorgan]]e ([[Haar]], [[Nagel]], [[Schweißdrüse|Schweiß]]-, [[Talgdrüse|Talg]]- und [[Duftdrüse]]n), [[Blutgefäß]]e, [[Nervenendigung]]en, [[Thermorezeptor|Thermo-]] und [[Berührungsrezeptor]]en eingelagert, die dem Schutz, aber auch der Interaktion mit der Umwelt dienen.
  
==Funktionen der Haut==
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Den Grenzbereich zwischen Dermis und Epidermis bezeichnet man als [[dermoepidermale Junktionszone]].
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Die Haut hat vielfältige Funktionen. Dazu gehören:
 
Die Haut hat vielfältige Funktionen. Dazu gehören:
 
* Herstellung der körperlichen Integrität
 
* Herstellung der körperlichen Integrität
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** [[Strahlung]], durch Teilung der [[Melanozyt]]en
 
** [[Chemikalie]]n
 
** [[Chemikalie]]n
** [[Krankheitserreger]]n, durch den Säureschutzmantel mit einem pH-Wert von 5,5
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** [[Austrocknung]], durch Talgbildung
 
** [[Austrocknung]], durch Talgbildung
 
* Mechanischer Schutz der [[subkutan]]en Strukturen (z.B. [[Gefäß]]e), durch die Elastizität des [[Korium]]s und das subkutane Fettgewebe
 
* Mechanischer Schutz der [[subkutan]]en Strukturen (z.B. [[Gefäß]]e), durch die Elastizität des [[Korium]]s und das subkutane Fettgewebe
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* Unbewusste Kommunikation mit dem Sexualpartner durch [[Pheromon]]e
 
* Unbewusste Kommunikation mit dem Sexualpartner durch [[Pheromon]]e
  
==Hautformen==
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Von ihrer Funktion als Bedeckung aller Körperteile leitet sich auch ihre [[Funktionelle Anatomie|funktionell-anatomische]] Bezeichnung als "[[Integument|Integumentum commune]]" ab, zu deutsch etwa "gemeinsame Hülle" (aller Körperglieder).
[[Makroskopisch]] können zwei funktionell verschiedene Hautformen am menschlichen Körper unterschieden werden:
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* Die [[Leistenhaut]] auf den [[Hand]]flächen und [[Fuß]]sohlen
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==Klinik==
* Die [[Felderhaut]] auf dem restlichen Körper, welche zusätzlich Haare und Drüsen trägt.
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Die Diagnose und Therapie von [[Hauterkrankung]]en ist die Domäne der [[Dermatologie]]. Wichtige Hauterkrankungen sind:
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* [[Hautmykose]]n
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* [[Ekzem]]e
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==Pharmakologie==
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Die Haut kann zahlreiche Arzneistoffe aufnehmen, die ihre Wirkung lokal und/oder [[systemisch]] entfalten. Die Gabe von Arzneistoffen mit systemischer Wirkung über die Haut bezeichnet man als [[transdermal]]e [[Applikation]]. Sie spielt z.B. bei der Gabe von [[Schmerzmittel]]n eine Rolle.
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Um von Blutgefäßen der Dermis bzw. Subkutis aufgenommen zu werden, müssen die Wirkstoffe das [[Stratum corneum]], d.h. die Hornschicht der Haut, überwinden. Das kann auf drei verschiedenen Transportwegen geschehen:
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* [[Parazellulär]]e Diffusion über Drüsenöffnungen und [[Haarfollikel]]. Dieser Weg hat eine große Bedeutung, obwohl der Flächenanteil dieser Öffnungen im Vergleich zur Gesamtfläche der Haut relativ klein ist.
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* [[Interzellulär]]er Transport durch die Lipidmatrix zwischen den [[Korneozyt]]en. Dieser Transportweg ist vor allem für kleine, [[lipophil]]e Wirkstoffe relevant.
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* [[Transzellulär]]er Transport durch die Korneozyten. Aufgrund der Dichte der Hornschicht spielt dieser Transportmechanismus nur eine untergeordnete Rolle.
 
[[Fachgebiet:Dermatologie]]
 
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[[Fachgebiet:Haut und Hautanhangsgebilde]]
 
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[[Tag:Funktion]]
 
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[[Tag:Haut]]
 
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Aktuelle Version vom 25. Februar 2019, 19:27 Uhr

Englisch: skin, integument

1 Definition

Die Haut ist ein Flächenorgan, das die Abgrenzung des Organismus gegenüber der Außenwelt bildet. Sie schützt den menschlichen Körper u.a. vor pathologischen Keimen, vor Sonnenlicht oder vor Austrocknung.

2 Anatomie

Die menschliche Haut besitzt eine Gesamtfläche von ca. 1,8 m2 und hat eine Dicke von etwa 1,5 bis 4 mm. Ihr Gesamtgewicht beträgt ca. 3,5 - 10 kg. Rechnet man das Fettgewebe mit, ist ein Gewicht von ca. 20 kg möglich.

Makroskopisch können zwei funktionell verschiedene Hautformen am menschlichen Körper unterschieden werden:

3 Histologie

Die Haut setzt sich aus verschiedenen Schichten zusammen:

In die Haut sind Hautanhangsorgane (Haar, Nagel, Schweiß-, Talg- und Duftdrüsen), Blutgefäße, Nervenendigungen, Thermo- und Berührungsrezeptoren eingelagert, die dem Schutz, aber auch der Interaktion mit der Umwelt dienen.

Den Grenzbereich zwischen Dermis und Epidermis bezeichnet man als dermoepidermale Junktionszone.

4 Physiologie

Die Haut hat vielfältige Funktionen. Dazu gehören:

Von ihrer Funktion als Bedeckung aller Körperteile leitet sich auch ihre funktionell-anatomische Bezeichnung als "Integumentum commune" ab, zu deutsch etwa "gemeinsame Hülle" (aller Körperglieder).

5 Klinik

Die Diagnose und Therapie von Hauterkrankungen ist die Domäne der Dermatologie. Wichtige Hauterkrankungen sind:

6 Pharmakologie

Die Haut kann zahlreiche Arzneistoffe aufnehmen, die ihre Wirkung lokal und/oder systemisch entfalten. Die Gabe von Arzneistoffen mit systemischer Wirkung über die Haut bezeichnet man als transdermale Applikation. Sie spielt z.B. bei der Gabe von Schmerzmitteln eine Rolle.

Um von Blutgefäßen der Dermis bzw. Subkutis aufgenommen zu werden, müssen die Wirkstoffe das Stratum corneum, d.h. die Hornschicht der Haut, überwinden. Das kann auf drei verschiedenen Transportwegen geschehen:

  • Parazelluläre Diffusion über Drüsenöffnungen und Haarfollikel. Dieser Weg hat eine große Bedeutung, obwohl der Flächenanteil dieser Öffnungen im Vergleich zur Gesamtfläche der Haut relativ klein ist.
  • Interzellulärer Transport durch die Lipidmatrix zwischen den Korneozyten. Dieser Transportweg ist vor allem für kleine, lipophile Wirkstoffe relevant.
  • Transzellulärer Transport durch die Korneozyten. Aufgrund der Dichte der Hornschicht spielt dieser Transportmechanismus nur eine untergeordnete Rolle.

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