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Harnröhrenzwiebeldrüse (Veterinärmedizin): Unterschied zwischen den Versionen

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Innerhalb der Drüsenläppchen findet man Sekretsammelräume, wobei jede Drüsenhälfte in der Regel nur einen Ausführungsgang besitzt. Allein beim [[Pferd]] sind mehrere (insgesamt 3-4) Ductus glandulae bulbourethralis auffindbar. Ähnlich der [[Prostata (Veterinärmedizin)|Prostata]], enthält sowohl die [[Kapsel]] als auch das [[Interstitium]] (außer beim [[Rind]]) reichlich [[glatte Muskulatur|glatte Muskelzellen]]. Funktionell wichtig zum wissen ist, dass die Glandula bulbourethralis von einem [[quergestreifte Muskulatur|quergestreiften Muskel]], dem [[Musculus bulboglandularis (Veterinärmedizin)|Musculus bulboglandularis]], bedeckt ist. Beim Pferd stellt er ein Teil des [[Musculus ischiourethralis (Veterinärmedizin)|Musculus ischiourethralis]], bei den übrigen Haussäugetieren des [[Musculus bulbospongiosus (Veterinärmedizin)|Musculus bulbospongiosus]], dar.
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Die Gl. bulbourethralis wird, gleich den anderen akzessorischen Geschlechtsdrüsen, über die selben [[Gefäß]]e, sowie [[Lymphe|Lymphbahnen]] und [[Nerv]]en versorgt.
  
 
==Tierartliche Unterschiede==
 
==Tierartliche Unterschiede==

Version vom 6. Februar 2017, 12:45 Uhr

Synonym: Glandula bulbourethralis

1 Definition

Die Harnröhrenzwiebeldrüse, auch Glandula bulbourethralis genannt, ist eine exokrin tätige Drüse der Haussäugetiere, die zu den akzessorischen Geschlechtsdrüsen gezählt wird.

2 Anatomie

Die Harnröhrenzwiebeldrüse ist ein paarig angelegtes Organ und gleichzeitig die am weitesten kaudal, zum Beckenausgang hin, gelegene akzessorische Geschlechtsdrüse. Sie kommt dicht am Bulbus penis (Teil des Harnröhrenschwellkörpers) zum liegen.

Innerhalb der Drüsenläppchen findet man Sekretsammelräume, wobei jede Drüsenhälfte in der Regel nur einen Ausführungsgang besitzt. Allein beim Pferd sind mehrere (insgesamt 3-4) Ductus glandulae bulbourethralis auffindbar. Ähnlich der Prostata, enthält sowohl die Kapsel als auch das Interstitium (außer beim Rind) reichlich glatte Muskelzellen. Funktionell wichtig zum wissen ist, dass die Glandula bulbourethralis von einem quergestreiften Muskel, dem Musculus bulboglandularis, bedeckt ist. Beim Pferd stellt er ein Teil des Musculus ischiourethralis, bei den übrigen Haussäugetieren des Musculus bulbospongiosus, dar.

Die Gl. bulbourethralis wird, gleich den anderen akzessorischen Geschlechtsdrüsen, über die selben Gefäße, sowie Lymphbahnen und Nerven versorgt.

3 Tierartliche Unterschiede

  • Hund: eine Gl. bulbourethralis ist beim Hund nicht ausgebildet
  • Katze: sehr klein ausgebildet
  • Schwein: groß ausgebildet (170-180 mm lang, ca. 50 mm dick), weshalb sie sehr viel Platz in der Beckenhöhle in Anspruch nimmt und dabei als walzenförmiger, derber Körper der Harnröhre sowie seitlich dem Beckenboden aufliegt
  • kleine Wiederkäuer: haselnussgroße Drüse
  • Rind: walnussgroß ausgebildete Drüse mit annähernder Kugelgestalt
  • Pferd: walnussgroße Drüse und annähernd kugelig geformt

4 Literatur

5 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, and Eugen Seiferle. Band II: Eingeweide. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. Parey, 2004.
  • Breit, Sabine, Künzel, Wolfgang. Grundlagen der Reproduktion und Endokrinologie. WS 2016/17. Leitfaden.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Februar 2017 um 09:54 Uhr bearbeitet.

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