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Halothan

Version vom 20. November 2014, 15:39 Uhr von Dr. med. Sven Goddon (Diskussion | Beiträge)

Synonym: 2-Brom-2-chlor-1,1,1-trifluor-ethan
Summenformel: C2HBrClF3

1 Definition

Halothan ist eine farblose, nicht brennbare Flüssigkeit, die als Inhalationsnarkotikum verwendet wird, heute aber außerhalb der 3. Welt und Schwellenländern weitgehend durch andere Substanzen ersetzt wird.

2 Wirkung

Halothan wirkt stark narkotisch und gering analgetisch. Es hat darüber hinaus eine leicht muskelrelaxierende Wirkung.

3 Nebenwirkungen

Halothan führt zu einer leichten Erhöhung des intrakraniellen Drucks. Es kann zu einer dosisabhängigen Atemdepression führen, weshalb in der Anästhesie häufig eine assistierte Beatmung durchgeführt wird. Halothan ist auch ein Trigger der malignen Hyperthermie, die unbehandelt eine sehr hohe Letalität aufweist.

Eine eher seltene Nebenwirkung, die ca. eine Woche nach der Anästhesie auftreten kann, ist die Halothanhepatitis. Sie ist gekennzeichnet von Fieber, Schüttelfrost, Gelenkschmerzen und in schweren Fällen Ikterus und Blutgerinnungsstörungen. Es werden toxische Metabolite und autoimmunologische Prozesse als Ursachen der Halothanhepatitis diskutiert.

Diese Seite wurde zuletzt am 20. November 2014 um 15:39 Uhr bearbeitet.

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