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Hämolyseparameter

Version vom 28. Mai 2014, 13:35 Uhr von Dr. med. Norbert Ostendorf (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Hämolysezeichen

1 Definition

Hämolyseparameter sind Laborparameter, die verwendet werden, um eine Hämolyse, d.h. eine pathologische Zerstörung von Erythrozyten nachzuweisen.

2 Untersuchungsprogramm

Hämolyseparameter im engeren Sinne sind:

  • LDH: ubiquitär intrazellulär vorhandenes Enzym, bei Hämolyse erhöht. Eigentlich ein "Zelluntergangsmarker", gut als Ausschlußparameter. Eine Erhöhung kann andere Ursachen haben, ggf. Verlauf beobachten.
  • Bilirubin: Abbauprodukt des Hämoglobins, Erhöhung ist Hinweis auf Hämolyse
  • Haptoglobin: Transportprotein für freies Hämoglobin, Verminderung ist Hinweis auf Hämolyse

Als erweiterte Hämolyseparameter können verwendet werden:

Im Urinstatus kann das Indikatorfeld für Blut positiv reagieren (Hämoglobinurie). Bei schwerer Hämolyse tritt als klinisches Zeichen eine sichtbare Rot- oder Braunfärbung des Urins auf.

3 Anmerkungen

Eine extravasale Hämolyse im RES kann weitgehend innaparent verlaufen, z. B. nur milde Bilirubin-Erhöhung.

Bei vorheriger Transfusion von Erythrozytenkonzentraten ist an eine hämolytische Transfusionsreaktion zu denken.

Eine Hämolyse in vitro kann ähnliche Veränderungen hervorrufen wie eine "echte" Hämolyse beim Patienten, allerdings keine Bilirubin-Erhöhung.

Hämolyseparameter werden in der Transfusionsmedizin zur Qualitätskontrolle von Erythrozytenkonzentraten verwendet (Lagerungsschaden).

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