Hämatin

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1 Definition

Hämatine sind Komplexverbindungen der Häme mit einem dreiwertigen Eisen-Ion (Fe3+) und einem Hydroxid-Ion als Liganden.

2 Medizinsche Bedeutung

Hämatin entsteht unter anderem durch das Zusammentreffen von Hämoglobin und Salzsäure, z.B. im Rahmen einer oberen gastrointestinalen Blutung (OGIB). Das Reaktionsprodukt hat eine schwarze, teerähnliche Farbe. Bei Erbrechen ist das Erbrochene ebenfalls schwarz - man spricht von "Kaffeesatzerbrechen" (Hämatemesis). Wird Hämatin mit dem Stuhl ausgeschieden, kommt es zum Teerstuhl (Meläna).

Im Blut findet man Hämatin nur unter pathologischen Bedingungen, z.B. bei perniziöser Anämie oder bei Phosgen-Vergiftung.

Hämatin-Polymere (β-Hämatin bzw. Hämozoin) sind unlösliche Stoffwechselprodukte bestimmter intraerythrozytärer Parasiten (z.B. Plasmodium falciparum).

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Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/H%C3%A4matin

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Fachgebiete: Biochemie, Chemie

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