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Graham-Reaktion

Version vom 22. April 2005, 18:32 Uhr von Nils Nicolay (Diskussion | Beiträge)

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Nach George S. Graham (1879 bis 1942), amerikanischer Pathologe
Synonyme: Graham-Färbung; Graham-Knoll-Reaktion
Englisch: Graham's reaction

1 Definition

Die Graham-Reaktion ist ein Verfahren zum Nachweis von Peroxidase von Blutzellen, beispielsweise im Rahmen der färberischen Aufarbeitung eines Blutausstriches.

2 Durchführung

Zum Nachweis von Blutperoxidasen wird ein luftgetrockneter und in Formol fixierter frischer Blutausstrich mit einer Lösung von Benzidin und Wasserstoffperoxid in Alkohol versetzt und nach Trocknung mit Giemsa-Färbung gegengefärbt. Die Graham-Färbung ist daher eine Kombination aus Peroxidase- und Giemsa-Färbung.

3 Färbeverhalten

Die Intensität der Färbung hängt von der genauen Zusammensetzung der May-Grünwald-Lösung ab. Die May-Grünwald-Färbung ist aufgrund ihrer pH-abhängigen Farbgebung besonders für die Anfärbung von Granula geeignet.
Basophile Granula erscheinen im lichtmikroskopischen Bild durch die Anfärbung mit Methylenblau tiefblau bis violett, während saure Granula Eosin anreichern und damit leuchtend rot erscheinen. Neutrale Granula weisen nach Färbung einen hell- bis purpurroten, blassen Farbton auf.
Das Zytoplasma von Erythrozyten wird durch die May-Grünwald-Lösung hellrot, das der Thrombozyten leicht bläulich.
Die May-Grünwald-Färbung bietet auf diese Weise vor allem Differenzierungsmöglichkeiten der einzelnen Blutzellen.

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