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Gordon-Test: Unterschied zwischen den Versionen

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Mit dem '''Gordon-Test''' kann man den Eiweißverlust im Stuhl, bei exsudativen Gastroentheropathien, mittels 131-Iod-Polyvinylpyrrolidon nachweisen.  
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Der '''Gordon-Test''' ist ein 1959 entwickeltes und heute weitgehend [[obsolet]]es Diagnoseverfahren zum Nachweis eines intestinalen Eiweißverlustes mittels [[radioaktiv]] markiertem [[Polyvinylpyrrolidon]] als [[Marker]]substanz. Er wurde bei Erkrankungen des [[Magen-Darm-Trakt]]s, etwa [[Exsudative Gastroenteropathie|exsudativen Gastroenteropathien]], angewendet.
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==Durchführung ==
 
==Durchführung ==
131-Iod-Polyvinylpyrrolidon wird dem Patienten i.v. verabreicht und anschließend wird dessen Konzentration im Stuhl gemessen.  
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Dem Patienten wird das radioaktive <sup>131</sup>[[Iod]]-[[Polyvinylpyrrolidon]] [[i.v.]] verabreicht. Dessen Konzentration kann anschließend im Stuhl gemessen und so indirekt auf das Ausmaß eines intestinalen Eiweißverlusts geschlossen werden.
== Quelle ==
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* Chirurgie: für Studium und Praxis - 2016/17, M. Müller
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==Weiterentwicklung==
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Der klassische Gordon-Test findet heute kaum noch klinische Anwendung. Seit seiner Entwicklung Ende der 1950er Jahre wurde er unter der Verwendung anderer Substanzen modifiziert. Unter anderem angewendete [[Makromolekül]]e sind <sup>131</sup>[[Iod]] markierte [[Serumprotein]]e, <sup>67</sup>[[Kupfer|Cu]]-[[Caeruloplasmin]] und <sup>69</sup>[[Eisen|Fe]]-[[Dextran]].
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Zur Erfassung exsudativer Gastroenteropathien im klinischen Alltag bewährt haben sich heute (2018) lediglich Tests unter Verwendung des radioaktiv markierten <sup>51</sup>[[Chrom|Cr]]-[[Albumin]]s bzw. die [[Szintigraphie]] mittels <sup>99m</sup>Cr-Albumin sowie der [[Α1-Antitrypsin-Clearance|α1-Antitrypsin-Clearance-Test]] als nicht-radioaktive Methode.
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==Quellen==
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* Stein J, Wehrmann T, et al.: Funktionsdiagnostik in der Gastroenterologie: Medizinische Standards. 2. Aufage, 2006, Springer Verlag
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* Schumpelick V: Praxis der Viszeralchirurgie: Gastroenterologische Chirurgie. 3. Auflage, 2011, Springer Verlag
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[[Fachgebiet:Gastroenterologie]]
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[[Tag:Eiweiß]]
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[[Tag:Eponym]]
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[[Tag:Stuhldiagnostik]]
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[[Tag:Test]]

Aktuelle Version vom 4. April 2019, 15:04 Uhr

Synonym: 131-J-PVP-Test
Englisch: Gordon's test

1 Definition

Der Gordon-Test ist ein 1959 entwickeltes und heute weitgehend obsoletes Diagnoseverfahren zum Nachweis eines intestinalen Eiweißverlustes mittels radioaktiv markiertem Polyvinylpyrrolidon als Markersubstanz. Er wurde bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, etwa exsudativen Gastroenteropathien, angewendet.

2 Durchführung

Dem Patienten wird das radioaktive 131Iod-Polyvinylpyrrolidon i.v. verabreicht. Dessen Konzentration kann anschließend im Stuhl gemessen und so indirekt auf das Ausmaß eines intestinalen Eiweißverlusts geschlossen werden.

3 Weiterentwicklung

Der klassische Gordon-Test findet heute kaum noch klinische Anwendung. Seit seiner Entwicklung Ende der 1950er Jahre wurde er unter der Verwendung anderer Substanzen modifiziert. Unter anderem angewendete Makromoleküle sind 131Iod markierte Serumproteine, 67Cu-Caeruloplasmin und 69Fe-Dextran.

Zur Erfassung exsudativer Gastroenteropathien im klinischen Alltag bewährt haben sich heute (2018) lediglich Tests unter Verwendung des radioaktiv markierten 51Cr-Albumins bzw. die Szintigraphie mittels 99mCr-Albumin sowie der α1-Antitrypsin-Clearance-Test als nicht-radioaktive Methode.

4 Quellen

  • Stein J, Wehrmann T, et al.: Funktionsdiagnostik in der Gastroenterologie: Medizinische Standards. 2. Aufage, 2006, Springer Verlag
  • Schumpelick V: Praxis der Viszeralchirurgie: Gastroenterologische Chirurgie. 3. Auflage, 2011, Springer Verlag

Diese Seite wurde zuletzt am 11. Mai 2018 um 12:25 Uhr bearbeitet.

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