Vom 12. bis 28. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Zur Zeit steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Glykogenolyse

Version vom 11. November 2006, 20:21 Uhr von 80.135.108.152 (Diskussion)

Synonym: Glykogenabbau
Englisch: glycogenolysis

1 Definition

Unter der Glykogenolyse versteht man den physiologischen Abbau von Glykogen zu Glukose-1-Phosphat und Glukose.

2 Physiologie

Die Glykogenolyse dient dem temporären Ausgleich fehlender Nahrungsglukose. Die Muskeln nutzen das in ihnen gespeicherte Glykogen selbst, die Leber kann durch die Glykogenolyse auch anderen Organen Glukose zur Verfügung stellen.

Auslöser für die Glykogenolyse ist ein vermehrter Energiebedarf des Körpers, und die damit verbundene Ausschüttung von Glukagon und Adrenalin. Insulin hemmt hingegen die Glykogenolyse.

3 Biochemie

Glukagon führt in der Leberzelle zu einer Aktivierung von cAMP und zu einer gesteigerten Produktion des Enzyms Glykogenphosphorylase. Die Glykogenphosphorylase baut den linearen Anteil des Glykogens ab, in dem die Glukosemoleküle alpha-1,4-glykosidisch miteinander verbunden sind. Dort katalysiert das Enzym die Bindung freien Phosphats am C1-Atom der Glukose. Die glykosidische Bindung zwischen den Glukose-Molekülen wird dadurch aufgespalten. Als Endprodukt entsteht Glukose-1-Phosphat, die normale intrazelluläre Form der Glucose.

Die Glykogenphosphorylase kann das Glykogen allerdings nur bis zum vierten Glukose-Molekül vor der nächsten Verzweigungsstelle abbauen. Um den weiteren Abbau zu ermöglichen, überträgt eine Transferase ("debranching enzyme") drei der vier Glukose-Moleküle vor der Verzweigungsstelle auf eine andere Seitenkette und fügt sie dort linear an. Die Glukosemoleküle dieser Seitenkette können nun wieder einzeln durch die Glykogenphosphorylase abgespalten werden.

Das verbleibende Glukose-Molekül, das alpha-1,6-glykosidisch gebunden ist, wird von einem anderen Anteil des Debranching-Enzyms abgespalten. Dabei entsteht kein Glukose-1-Phosphat, sondern freie Glucose. So führt die Verzweigung des Glykogens dazu, dass bei der Glykogenolyse zu etwa 90% Glukose-1-Phosphat entsteht, und nur etwa 10% freie Glukose.

Tags: ,

Fachgebiete: Biochemie

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Mai 2021 um 17:36 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

15 Wertungen (4.33 ø)

100.179 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: