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Glykogenolyse

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Englisch: glycogenolysis

1 Definition

Unter der Glykogenolyse versteht man den physiologischen Abbau von Glykogen zu Glukose.

2 Physiologie

Die Glykogenolyse dient dem temporären Ausgleich fehlender Nahrungsglukose. Die Muskeln nutzen das in ihnen gespeicherte Glykogne selbst, die Leber kann durch Glykogenolyse auch anderen Organen Glukose zur Verfügung stellen.

3 Biochemie

Auslöser für die Glykogenolyse ist ein vermehrter Energiebedarf des Körpers, und die damit verbundene Ausschüttung von [Glukagon]] und Adrenalin. Diese führen in der Leberzelle zu einer Aktivierung von cAMP und zu einer gesteigerten Produktion des Enzyms Glykogenphosphorylase. Die Glykogenphosphorylase baut den linearen Anteil des Glykogens ab, indem es die Bindung freien Phosphats am C-Atom 1 der Glukose katalysiert. Die glykosidische Bindung zwischen den Glukose-Molekülen wird dadurch aufgespalten. Als Endprodukt entsteht Glukose-1-Phosphat, die normale intrazelluläre Form der Glucose.

Die Glykogenphosphorylase kann das Glykogen allerdings nur bis zum vierten Glukose-Molekül vor einer Verzweigungsstelle abbauen. Um den weiteren Abbau zu ermöglichen, überträgt eine Transferase drei der vier Glukose-Moleküle vor der Verzweigungsstelle auf eine andere Seitenkette und fügt sie dort linear an. Das verbleibende alpha-1,6-glykosidisch gebundene Glukose-Molekül wird nun enzymatisch abgespalten, wobei kein Glukose-1-Phosphat, sondern freie Glucose entsteht. Die Verzweigung des Glykogen führt so dazu, dass beim Glykogen-Abbau etwa 90% Glukose-1-Phosphat entstehen, und nur etwa 10% freie Glukose.

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Fachgebiete: Biochemie

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Mai 2021 um 17:36 Uhr bearbeitet.

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