Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Glycin

Version vom 16. November 2004, 18:56 Uhr von Nicht mehr aktiv :-( (Diskussion | Beiträge)

Chemische Bezeichnung: α-Aminoessigsäure, NH2-CH2-COOH
Synonym: Glycocoll

1 Eigenschaften

Glycin ist die einfachste Aminosäure und als einzige proteinogene Aminosäure optisch inaktiv, da sie kein Chiralitätszentrum enthält. Glycin ist eine weiße leicht wasserlösliche Substanz mit süßem Geschmack.

2 Biosynthese von Glycin

Glycin ist eine der stoffwechselaktivsten Aminosäuren, deren Umsatz auf etwa 50 - 100g /Tag unter Normalbedingungen geschätzt wird. Es wird hauptsächlich aus Serin gebildet, eine Umkehrung der der Reaktion ist möglich, doch ohne größere Bedeutung.

3 Glycinabhängige Biosynthesen

Glycin ist Grundstrukturelement von Kereatin, δ-Aminolävulinsäure, Purin und Glutathion. Ferner wird es zu Entgiftungsreaktionen verwendet und dabei zur Erhöhung der Wasserlöslichkeit in hydrophobe Moleküle eingebaut. Dabei reagiert meist die Aminogruppe des Glycins mit einer Säuregruppe der anderen Substanz unter Bildung einer Peptidbindung. Mit Gallensäuren in Peptidbindung gekoppelt liegen die Glykocholsäuren vor. Mit Benzoesäure ebenfalls in Peptidbindung gekoppelt entsteht Hippursäure (Benzoglycocoll). Außerdem gibt es eine Vielzahl weiterer Kopplungsreaktionen mit Steroiden und mit Arzneimitteln (z.B. Salicylsäure).

Fachgebiete: Biochemie, Chemie

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Mai 2017 um 15:32 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

29 Wertungen (2 ø)

52.000 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: