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Glutaminsäure

Version vom 2. Januar 2008, 15:57 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: L-Glutaminsäure, Monoaminopropandicarbonsäure
Summenformel: C5H9NO4
Englisch: glutamic acid

1 Definition

Glutaminsäure ist eine nicht-essentielle Aminosäure, die aus α-Ketoglutarsäure, Ammoniak und NADPH2 unter dem Einfluss der Glutamatdehydrogenase (GDH) gebildet wird.

  • HOOC-CH(NH2)-CH2-CH2-COOH

2 Biochemie

Die Synthese von L-Glutaminsäure aus α-Ketoglutarsäure ist der wichtigste Schritt zur Ammoniakentgiftung. Durch die GDH-Reaktion erhält die Glutaminsäure zentrale Bedeutung im Aminosäurestoffwechsel, durch

  • Desaminierungs-Reaktionen
  • Ammoniakfixierung
  • Transaminierungs-Reaktionen

L-Glutaminsäure ist Vorstufe in der Biosynthese von Ornithin, Prolin und Hydroxyprolin. Zudem fungiert L-Glutaminsäure als Bestandteil von Coenzymen, z.B. Coenzym A und Folsäure.

Der Abbau erfolgt im Citratzyklus oder durch Transaminierung. Im Zentralnervensystem (ZNS) ist ein besonderer Stoffwechselweg für Glutaminsäure vorhanden. Durch nichtoxidative Decarboxylierung von Glutaminsäure wird der Neurotransmitter γ-Aminobuttersäure (GABA) gebildet.

Fachgebiete: Biochemie

Diese Seite wurde zuletzt am 13. Oktober 2004 um 13:24 Uhr bearbeitet.

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