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Glutamatdehydrogenase

Version vom 14. April 2018, 10:21 Uhr von Konstantin Weimann (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Glutamat-Dehydrogenase, GLDH

1 Definition

Die Glutamatdehydrogenase ist ein Enzym, das die oxidative Desaminierung von Glutamat mit Hilfe von NAD oder NADP zu α-Ketoglutarat katalysiert. Beim Menschen kommt es ausschließlich in den Mitochondrien vor.

2 Biochemie

Beim Menschen kommt die Glutamatdehydrogenase in zwei Isoformen vor:

  • Glutamatdehydrogenase 1 (GLUD1)
  • Glutamatdehydrogenase 2 (GLUD2)

GLUD1 wird vor allem in der Leber, im Pankreas und in den Nieren, GLUD2 besonders in der Netzhaut, im ZNS und in den Hoden exprimiert.

3 Genetik

Das GLUD1-Gen ist auf Chromosom 10, das GLUD2-Gen auf dem X-Chromosom lokalisiert.

4 Klinik

In der klinischen Chemie ist die Glutamatdehydrogenase neben ASAT und ALAT ein Marker für Leberparenchymschäden. Sie ist ein leberspezifisches, rein mitochondriales Enzym und trägt zur differenzierten Aussage der Leberdiagnostik bei.

Der Quotient ASAT plus ALAT/GLDH wird zur differentialdiagnostische Einschätzung einer GLDH-Erhöhung eingesetzt.

siehe auch: Leberenzym

Diese Seite wurde zuletzt am 10. März 2021 um 16:08 Uhr bearbeitet.

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