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Gleason-Score

Version vom 22. April 2016, 09:01 Uhr von Dr. med. Norbert Ostendorf (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Gleason-Grading

1 Definition

Der Gleason-Score ist ein prognostischer Parameter zur Beurteilung des Prostatakarzinoms. Er beruht auf der histologischen Morphologie des Drüsenmusters. Diese ist beim Prostatakarzinom häufig heterogen. Die Besonderheit bei diesem Grading liegt darin, dass nicht primär zytologische Unterschiede zum Ursprungsgewebe bewertet werden.

2 Einteilung

Es werden 5 Drüsenmuster unterschieden:

  • Gleason 1: Gut differenziertes Adenokarzinom. Durch gestörte Architektur abweichend von gesundem Prostatagewebe.
  • Gleason 2: Umschriebener Herd von etwas dichteren Drüsen. Die einzige zytologische Atypie stellen kleine Nukleolen dar.
  • Gleason 3: Diffus das umgebende Gewebe infiltrierendes mittelgradig differenziertes Adenokarzinom. Große Nukleoli neben anderen Kernatypien. Gleason 3 wird am häufigsten beobachtet.
  • Gleason 4: Kribriformes Muster durch Verschmelzung kleinerer Drüsen
  • Gleason 5: Sehr polymorphe Tumorzellen. Häufig sind Mitosen zu sehen.

Der eigentliche Score errechnet sich durch Addition des häufigsten und des zweithäufigsten Drüsenmusters. Der Score 1 + 1 = 2 wird für die am besten differenzierten Tumoren vergeben, den Score 5 + 5 = 10 erzielen entdifferenzierte Karzinome.

3 Bewertung

Scorewert Bedeutung
2-4 Gut differenziertes Karzinom
5-6 Mittelgradig differenziertes Karzinom
7 Mittelgradig bis schlecht differenziertes Karzinom
8-10 Schlecht bis entdifferenziertes Karzinom

Diese Seite wurde zuletzt am 23. August 2020 um 15:19 Uhr bearbeitet.

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