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Gleason-Score

Version vom 30. Oktober 2014, 15:37 Uhr von Roman Bülow (Diskussion | Beiträge)

1 Einleitung

Der Gleason-Score (Gleason-Grading) ist ein prognostischen Parameter zur Beurteilung des Prostatakarzinom. Er beruht auf der histologischen Morphologie des Drüsenmusters. Diese ist beim Prostata-Karzinom häufig heterogen. Die Besonderheit bei diesem Grading liegt darin, dass nicht primär zytologische Unterschiede zum Ursprungsgewebe bewertet werden.

2 Einteilung

Es werden 5 Drüsenmuster unterschieden:

Gleason 1: Gut differenziertes Adenokarzinom. Durch gestörte Architektur unterschiedlich von gesundem Prostatagewebe.

Gleason 2: Umschriebener Herd von etwas dichteren Drüsen. Die einzige zytologische Atypie stellen kleine Nukleolen dar.

Gleason 3: Diffus das umgebende Gewebe infiltrierendes mittelgradig differenziertes Adenokarzinom. Große Nukleoli neben anderen Kernatypien. Gleason 3 wird am häufigsten beobachtet.

Gleason 4: Kribriformes Muster durch Verschmelzung kleinerer Drüsen.

Gleason 5: Sehr polymorphe Tumorzellen. Häufig sind Mitosen zu sehen.

Der eigentliche Score errechnet sich durch Addition der beiden häufigsten Drüsenmuster.

3 Bedeutung

2-4: Gut differenziertes Karzinom 5-6: Mittelgradig differenziertes Karzinom 7: Mittelgradig bis schlecht differenziertes Karzinom 8-10: Schlecht bis entdifferenziertes Karzinom

Diese Seite wurde zuletzt am 23. August 2020 um 15:19 Uhr bearbeitet.

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