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Ein '''Gel''' ist eine [[Dispersion]], bestehend aus einer flüssigen und einer festen Phase. Die feste Phase bildet dabei ein netzartiges Geflecht, in dem sich die flüssige Phase aufhält. Gele können sowohl aus [[organisch]]en, als auch aus [[anorganisch]]en Verbindungen aufgebaut sein.
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Ein '''Gel''' ist eine [[Dispersion]], bestehend aus einer flüssigen und einer festen Phase. Die feste Phase bildet dabei ein netzartiges Geflecht, in dem sich die flüssige Phase aufhält. Gele können sowohl aus [[organisch]]en als auch aus [[anorganisch]]en Verbindungen aufgebaut sein.
  
 
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* '''Lyogele''' - enthalten Flüssigkeit und sind in ihrer Struktur elastischer, Beispiele sind die [[Wharton-Sulze]] der [[Nabelschnur]] oder das [[Corpus vitreum]] des [[Auge]]s.
* '''Xerogele''' - sind aufgrund ihres geringeren Flüssigkeitsgehaltes fester, können durch Aufnahme von Flüssigkeit jedoch fester werden, ein Beispiel ist [[Agar-Agar]].
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* '''Xerogele''' - sind aufgrund ihres geringeren Flüssigkeitsgehaltes fester, können durch Aufnahme von Flüssigkeit jedoch flüssiger werden, ein Beispiel ist [[Agar-Agar]].
  
 
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Ein weiteres Einsatzgebiet sind die Gele bei [[Sonographie]]n. Sie verbessern die [[Echogenität]] der zu untersuchenden Strukturen, indem sie zwischen Schallkopf und Haut ein "Flüssigkeitspolster" etablieren.
  
In der [[Labormedizin]] und [[Biochemie]] werden eine Vielzahl spezieller Gele zu [[Elektrophorese]]n oder [[Chromatographie]]n verwendet, zum Beispiel das [[Coomassie-Gel]] für die [[SDS-PAGE]].
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[[Fachgebiet:Pharmakologie]]
 
[[Fachgebiet:Pharmakologie]]

Version vom 19. Januar 2012, 16:56 Uhr

von lateinisch: gelatus - gefroren
Englisch: gel

1 Definition

Ein Gel ist eine Dispersion, bestehend aus einer flüssigen und einer festen Phase. Die feste Phase bildet dabei ein netzartiges Geflecht, in dem sich die flüssige Phase aufhält. Gele können sowohl aus organischen als auch aus anorganischen Verbindungen aufgebaut sein.

2 Eigenschaften

Gele sind visköse, elastische, halbfeste Substanzen. Die Umwandlung einer flüssigen Substanz in Gel wird als Gelierung bezeichnet.

3 Formen

In der Medizin kann orientierend zwischen zwei Gelformen unterschieden werden:

  • Lyogele - enthalten Flüssigkeit und sind in ihrer Struktur elastischer, Beispiele sind die Wharton-Sulze der Nabelschnur oder das Corpus vitreum des Auges.
  • Xerogele - sind aufgrund ihres geringeren Flüssigkeitsgehaltes fester, können durch Aufnahme von Flüssigkeit jedoch flüssiger werden, ein Beispiel ist Agar-Agar.

Chemisch können Gele weiterhin unterschieden werden in:

Nebenvalenzgele sind nicht hitzebeständig, werden also beim Erhitzen flüssig und beim Erkalten wieder gelartig.

4 Einsatz in der Medizin

Gele werden in der Medizin häufig als Grundlage von Salben oder Cremes verwendet. Sie eignen sich zur Herstellung gut applizierbarer und häufig auch kühlender topischer Medikamente (z.B. Voltaren Emulgel® mit Diclofenac oder Fenistil Gel® mit Dimetinden).

Ein weiteres Einsatzgebiet sind die Gele bei Sonographien. Sie verbessern die Echogenität der zu untersuchenden Strukturen, indem sie zwischen Schallkopf und Haut ein "Flüssigkeitspolster" etablieren.

In der Labormedizin und Biochemie werden eine Vielzahl spezieller Gele zu Elektrophoresen oder Chromatographien verwendet, zum Beispiel das Polyacrylamidgel für die SDS-PAGE.

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Fachgebiete: Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 27. Dezember 2006 um 15:34 Uhr bearbeitet.

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