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Geburt

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Die Geburt umfasst den Vorgang des Ausstoßens der Frucht aus dem Mutterleib unter Wehentätigkeit.

Wehen

In den letzten Wochen der Schwangerschaft treten die sogenannten Senkwehen ein. Sie dienen zusammen mit den Vorwehen in den letzten Tagen vor der Geburt dazu, den kindlichen Kopf im Becken festzudrücken. Sobald dies geschehen ist, gehen die Vorwehen in die Geburtswehen über. Die Geburtswehen beginnen mit den Eröffnungswehen, übergehend in die Austreibungswehen. Die Wehen dienen der Kontraktion der Gebärmutter und damit der aktiven Austreibung der Leibesfrucht. Gleichzeitig mit den Eröffnungswehen beginnt der Muttermund weiter zu werden, bis die Portio schließlich verstrichen ist und er mit etwa 10 cm ganz offen ist.

Geburtsvorgang

Wenn die Portio ganz verstrichen ist und der Muttermund vollständig geöffnet, beginnt die Geburt des Kindes. Im Regelfall springt zu diesem Zeitpunkt die Fruchtblase des Kindes. Das Kind bewegt sich nun in der sogenannten Führungslinie im Geburtskanal, der sowohl aus Knochen- wie auch aus Weichteilen besteht. Zunächst sind beim Kind die Pfeilnaht gerade und die kleine Fontanelle in Führung zu tasten (d.h. das Gesicht des Kindes liegt unten) – so erreicht das Köpfchen auch den längsovalen Beckenausgang. Bei jeder Wehe tritt das Köpfchen des Kindes tiefer, bis man es während einer Wehe an der Vulva sehen kann. Diesen Punkt nennt man Einschneiden des Kopfes. Nun wird der Damm der Mutter beim weiteren Pressen geschützt bzw. ein Dammschnitt durchgeführt. Nachdem das Köpfchen, beginnend mit Hinterhaupt und Scheitel, geboren ist, treten die Schultern nun quer ins Becken ein. Das bedeutet, der kindliche Kopf muss sich um 90 Grad drehen, um den Schultern die Passage des Beckenausganges zu ermöglichen. Nach der Rotation werden nun die Schultern des Kindes nacheinander geboren. Da die Schultern nach dem Kopf der breiteste Teil des Kindes sind, kann der Rest des Kindes nun mit Hilfe der Hebamme problemlos zur Welt kommen. Bis zum Durchtritt des Kindes wird es während des gesamten Geburtsvorganges mit einem Kardiotokogramm überwacht: hier werden die kindlichen Herztöne und die mütterliche Wehentätigkeit parallel gemessen.

Nachgeburtsperiode

Nachdem das Kind auf der Welt ist und erstversorgt und abgenabelt wurde, gehen die Geburtswehen in die Nachgeburtswehen über. Nach 5 bis 20 Minuten wird dann auch die Plazenta unter leichtem Zug an der Nabelschnur geboren. Die Plazenta wird sofort auf ihre Vollständigkeit überprüft – falls dies nicht der Fall ist, wird sofort eine Kürettage durchgeführt. Sobald die Plazenta vollständig geboren wurde, wird ein eventueller Dammschnitt bzw. Dammriss in Lokalanästhesie versorgt. Nun wird auch das Kind der Mutter zum ersten Mal angelegt – und es darf den Eltern gratuliert werden!

Diese Seite wurde zuletzt am 29. November 2018 um 12:39 Uhr bearbeitet.

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