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Geburt: Unterschied zwischen den Versionen

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Den Beginn der Eröffnungsphase markieren die ersten regelmäßigen Wehen. Zuvor treten in den letzten Wochen der Schwangerschaft die sogenannten Senkwehen ein. Sie dienen zusammen mit den Vorwehen in den letzten Tagen vor der Geburt dazu, den kindlichen Kopf in den Beckeneingang zu drücken.  
 
Den Beginn der Eröffnungsphase markieren die ersten regelmäßigen Wehen. Zuvor treten in den letzten Wochen der Schwangerschaft die sogenannten Senkwehen ein. Sie dienen zusammen mit den Vorwehen in den letzten Tagen vor der Geburt dazu, den kindlichen Kopf in den Beckeneingang zu drücken.  
  
Sobald dies geschehen ist, gehen die Vorwehen in die Geburtswehen über. Die Geburtswehen beginnen mit den Eröffnungswehen, übergehend in die Austreibungswehen. Die Wehen dienen der Kontraktion der Gebärmutter und damit der aktiven Austreibung der Leibesfrucht. Gleichzeitig mit den Eröffnungswehen beginnt der Muttermund weiter zu werden, bis die Portio schließlich verstrichen ist und er mit etwa 10 cm ganz offen ist.
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Sobald dies geschehen ist, gehen die Vorwehen in die Geburtswehen über. Die Geburtswehen beginnen mit den Eröffnungswehen, übergehend in die Austreibungswehen. Die Wehen dienen der Kontraktion der Gebärmutter und damit der aktiven Austreibung der Leibesfrucht. Gleichzeitig mit den Eröffnungswehen beginnt der Muttermund weiter zu werden (Zervixreifung), bis die Portio (vaginalis uteri) schließlich verstrichen ist und er mit etwa 10 cm ganz offen ist.
  
 
Die Eröffnungsphase beträgt bei erstgebärenden Müttern bis zu 12 Stunden, bei Mehrgäberenden bis zu 8 Stunden. Die längere Zeit bei Erstgebärenden ist auf die längere Dauer der initalen Weitung des Muttermundes (bis 2 cm) zurückzuführen. Diese Zeit wird auch als Latenzperiode bezeichnet. Die weitere Öffnung des Muttermundes (bis 10 cm) läuft bei Erst- und Mehrgebärenden gleich schnell ab und wird auch als Aktivphase bezeichnet.
 
Die Eröffnungsphase beträgt bei erstgebärenden Müttern bis zu 12 Stunden, bei Mehrgäberenden bis zu 8 Stunden. Die längere Zeit bei Erstgebärenden ist auf die längere Dauer der initalen Weitung des Muttermundes (bis 2 cm) zurückzuführen. Diese Zeit wird auch als Latenzperiode bezeichnet. Die weitere Öffnung des Muttermundes (bis 10 cm) läuft bei Erst- und Mehrgebärenden gleich schnell ab und wird auch als Aktivphase bezeichnet.
  
Geburtsvorgang
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Im Zuge der Öffnung des Muttermundeswird die Uterushöhle enger und die Wand der oberen Uterusabschnitte dicker. Dadurch gerät das Ungeborene unter einen stetig steigenden Druck und drückt mit seinem vorangehenden Teil gegen die Zervix. Ab einer Weite der Zervix von etwa 6 cm wölben sich Teile der Fruchtblase in die Vagina vor. In dieser Phase ereignet sich normalerweise der Blasensprung. Erfolgt der Blasensprung früher, ist von einem vorzeitigen Blasensprung zu sprechen.
  
Wenn die Portio ganz verstrichen ist und der Muttermund vollständig geöffnet, beginnt die Geburt des Kindes. Im Regelfall springt zu diesem Zeitpunkt die Fruchtblase des Kindes. Das Kind bewegt sich nun in der sogenannten Führungslinie im Geburtskanal, der sowohl aus Knochen- wie auch aus Weichteilen besteht.
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===Austreibungsphase===
Zunächst sind beim Kind die Pfeilnaht gerade und die kleine Fontanelle in Führung zu tasten (d.h. das Gesicht des Kindes liegt unten) – so erreicht das Köpfchen auch den längsovalen Beckenausgang. Bei jeder Wehe tritt das Köpfchen des Kindes tiefer, bis man es während einer Wehe an der Vulva sehen kann. Diesen Punkt nennt man Einschneiden des Kopfes. Nun wird der Damm der Mutter beim weiteren Pressen geschützt bzw. ein Dammschnitt durchgeführt. Nachdem das Köpfchen, beginnend mit Hinterhaupt und Scheitel, geboren ist, treten die Schultern nun quer ins Becken ein. Das bedeutet, der kindliche Kopf muss sich um 90 Grad drehen, um den Schultern die Passage des Beckenausganges zu ermöglichen. Nach der Rotation werden nun die Schultern des Kindes nacheinander geboren. Da die Schultern nach dem Kopf der breiteste Teil des Kindes sind, kann der Rest des Kindes nun mit Hilfe der Hebamme problemlos zur Welt kommen.
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Die Austreibungsphase beginnt mit der vollständigen Öffnung des Muttermundes und endet mit der vollständigen Geburt des Kindes.
Bis zum Durchtritt des Kindes wird es während des gesamten Geburtsvorganges mit einem Kardiotokogramm überwacht: hier werden die kindlichen Herztöne und die mütterliche Wehentätigkeit parallel gemessen.
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Nachgeburtsperiode
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Das Kind bewegt sich nun in der sogenannten Führungslinie im Geburtskanal, der sowohl aus Knochen- wie auch aus Weichteilen besteht. Zunächst ist beim Kind in vorderer Hinterhauptslage (häufigste Einstellung) die Pfeilnaht gerade und die kleine Fontanelle in Führung zu tasten (d.h. das Gesicht des Kindes liegt unten) – so erreicht das Köpfchen auch den längsovalen Beckenausgang.
  
Nachdem das Kind auf der Welt ist und erstversorgt und abgenabelt wurde, gehen die Geburtswehen in die Nachgeburtswehen über. Nach 5 bis 20 Minuten wird dann auch die Plazenta unter leichtem Zug an der Nabelschnur geboren. Die Plazenta wird sofort auf ihre Vollständigkeit überprüft – falls dies nicht der Fall ist, wird sofort eine Kürettage durchgeführt. Sobald die Plazenta vollständig geboren wurde, wird ein eventueller Dammschnitt bzw. Dammriss in Lokalanästhesie versorgt. Nun wird auch das Kind der Mutter zum ersten Mal angelegt – und es darf den Eltern gratuliert werden!
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Bei jeder Wehe tritt das Köpfchen des Kindes tiefer, bis man es während einer Wehe an der Vulva sehen kann. Diesen Punkt nennt man Einschneiden des Kopfes. Nun wird der Damm der Mutter beim weiteren Pressen geschützt bzw. ein [[Dammschnitt]] durchgeführt. Nachdem das Köpfchen, beginnend mit Hinterhaupt und Scheitel, geboren ist, treten die Schultern nun quer ins Becken ein. Das bedeutet, der kindliche Kopf muss sich um 90 Grad drehen, um den Schultern die Passage des Beckenausganges zu ermöglichen.
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Nach der Rotation werden nun die Schultern des Kindes nacheinander geboren. Da die Schultern nach dem Kopf der breiteste Teil des Kindes sind, kann der Rest des Kindes nun mit Hilfe der Hebamme problemlos zur Welt kommen.
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===Nachgeburtsphase===
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Die Nachgeburtsphase beginnt nach der Geburt des Kindes und endet mit der Abstoßung von Plazenta und Eihäuten, wenn der Uterus danach genügend Kontraktilität aufweist.
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Die Geburtswehen gehen in die Nachgeburtswehen über. Nach 5 bis 20 Minuten wird dann in der Regel auch die Plazenta unter leichtem Zug an der Nabelschnur geboren. Die Plazenta wird sofort auf ihre Vollständigkeit überprüft.
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Während und auch einige Stunden nach der Nachgeburtsphase besteht für die Mutter erhöhte Blutungsgefahr.
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==Geburtshilfliche Aspekte==
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Während der Geburt kann es in allen Phasen zur Notwendigkeit geburtshilflicher Manöver kommen.
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===Kindliche Lage===
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Entscheidend für den Verlauf und die Entscheidung zur spontanen Geburt bzw. zum Kaiserschnuitt sind Lage, Stellung, Haltung und Einstellung des Ungeborenen. Dabei sind im Überblick zu unterscheiden:
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* Schädellagen
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** hintere Hinterhauptslage
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** vordere Hinterhauptslage
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** Vorderhauptslage
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** Stirnlage
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** Gesichtslage
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* Beckenendlage
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* Querlage
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Die Geburtsmechanismen und das geburtshilfliche Vorgehen je nach Lage soll an gesonderter Stelle besprochen werden. Eine orientierende Untersuchung der Lage kann mit den Leopold-Handgriffen erfolgen.
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===Phasenspezifische Geburtshilfe===
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In der Eröffnungsphase kann die Gebärende bei nicht zu starken Wehen umhergehen, in die Hocke gehen

Version vom 8. Februar 2006, 19:57 Uhr

1 Definition

Die Geburt umfasst den Vorgang des Ausstoßens der Frucht aus dem Mutterleib unter Wehentätigkeit.

2 Verlauf der Geburt

Die Geburt wird in drei Phasen eingeteilt:

  • Eröffnungsphase
  • Austreibungsphase
  • Nachgeburtsphase

Eine Geburt beginnt mit dem Einsetzen regelmäßiger Wehentätigkeit und endet etwa 2 Stunden nach der Abstoßung der Plazenta.

2.1 Eröffnungsphase

Den Beginn der Eröffnungsphase markieren die ersten regelmäßigen Wehen. Zuvor treten in den letzten Wochen der Schwangerschaft die sogenannten Senkwehen ein. Sie dienen zusammen mit den Vorwehen in den letzten Tagen vor der Geburt dazu, den kindlichen Kopf in den Beckeneingang zu drücken.

Sobald dies geschehen ist, gehen die Vorwehen in die Geburtswehen über. Die Geburtswehen beginnen mit den Eröffnungswehen, übergehend in die Austreibungswehen. Die Wehen dienen der Kontraktion der Gebärmutter und damit der aktiven Austreibung der Leibesfrucht. Gleichzeitig mit den Eröffnungswehen beginnt der Muttermund weiter zu werden (Zervixreifung), bis die Portio (vaginalis uteri) schließlich verstrichen ist und er mit etwa 10 cm ganz offen ist.

Die Eröffnungsphase beträgt bei erstgebärenden Müttern bis zu 12 Stunden, bei Mehrgäberenden bis zu 8 Stunden. Die längere Zeit bei Erstgebärenden ist auf die längere Dauer der initalen Weitung des Muttermundes (bis 2 cm) zurückzuführen. Diese Zeit wird auch als Latenzperiode bezeichnet. Die weitere Öffnung des Muttermundes (bis 10 cm) läuft bei Erst- und Mehrgebärenden gleich schnell ab und wird auch als Aktivphase bezeichnet.

Im Zuge der Öffnung des Muttermundeswird die Uterushöhle enger und die Wand der oberen Uterusabschnitte dicker. Dadurch gerät das Ungeborene unter einen stetig steigenden Druck und drückt mit seinem vorangehenden Teil gegen die Zervix. Ab einer Weite der Zervix von etwa 6 cm wölben sich Teile der Fruchtblase in die Vagina vor. In dieser Phase ereignet sich normalerweise der Blasensprung. Erfolgt der Blasensprung früher, ist von einem vorzeitigen Blasensprung zu sprechen.

2.2 Austreibungsphase

Die Austreibungsphase beginnt mit der vollständigen Öffnung des Muttermundes und endet mit der vollständigen Geburt des Kindes.

Das Kind bewegt sich nun in der sogenannten Führungslinie im Geburtskanal, der sowohl aus Knochen- wie auch aus Weichteilen besteht. Zunächst ist beim Kind in vorderer Hinterhauptslage (häufigste Einstellung) die Pfeilnaht gerade und die kleine Fontanelle in Führung zu tasten (d.h. das Gesicht des Kindes liegt unten) – so erreicht das Köpfchen auch den längsovalen Beckenausgang.

Bei jeder Wehe tritt das Köpfchen des Kindes tiefer, bis man es während einer Wehe an der Vulva sehen kann. Diesen Punkt nennt man Einschneiden des Kopfes. Nun wird der Damm der Mutter beim weiteren Pressen geschützt bzw. ein Dammschnitt durchgeführt. Nachdem das Köpfchen, beginnend mit Hinterhaupt und Scheitel, geboren ist, treten die Schultern nun quer ins Becken ein. Das bedeutet, der kindliche Kopf muss sich um 90 Grad drehen, um den Schultern die Passage des Beckenausganges zu ermöglichen.

Nach der Rotation werden nun die Schultern des Kindes nacheinander geboren. Da die Schultern nach dem Kopf der breiteste Teil des Kindes sind, kann der Rest des Kindes nun mit Hilfe der Hebamme problemlos zur Welt kommen.

2.3 Nachgeburtsphase

Die Nachgeburtsphase beginnt nach der Geburt des Kindes und endet mit der Abstoßung von Plazenta und Eihäuten, wenn der Uterus danach genügend Kontraktilität aufweist.

Die Geburtswehen gehen in die Nachgeburtswehen über. Nach 5 bis 20 Minuten wird dann in der Regel auch die Plazenta unter leichtem Zug an der Nabelschnur geboren. Die Plazenta wird sofort auf ihre Vollständigkeit überprüft.

Während und auch einige Stunden nach der Nachgeburtsphase besteht für die Mutter erhöhte Blutungsgefahr.

3 Geburtshilfliche Aspekte

Während der Geburt kann es in allen Phasen zur Notwendigkeit geburtshilflicher Manöver kommen.

3.1 Kindliche Lage

Entscheidend für den Verlauf und die Entscheidung zur spontanen Geburt bzw. zum Kaiserschnuitt sind Lage, Stellung, Haltung und Einstellung des Ungeborenen. Dabei sind im Überblick zu unterscheiden:

  • Schädellagen
    • hintere Hinterhauptslage
    • vordere Hinterhauptslage
    • Vorderhauptslage
    • Stirnlage
    • Gesichtslage
  • Beckenendlage
  • Querlage

Die Geburtsmechanismen und das geburtshilfliche Vorgehen je nach Lage soll an gesonderter Stelle besprochen werden. Eine orientierende Untersuchung der Lage kann mit den Leopold-Handgriffen erfolgen.

3.2 Phasenspezifische Geburtshilfe

In der Eröffnungsphase kann die Gebärende bei nicht zu starken Wehen umhergehen, in die Hocke gehen

Diese Seite wurde zuletzt am 29. November 2018 um 12:39 Uhr bearbeitet.

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