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Gebärdensprache: Unterschied zwischen den Versionen

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*Lautsprachbegleitendes Gebärden (LBG)
 
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*Gebärdensprache  
 
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Es gibt keine genau Zahl wie viele verschiedene Gebärdensprachen es gibt. Am weitesten verbreitet ist die '''''American Sign Language''''' kurz '''''ASL'''''. Im deutschsprachigen Raum wie Deutschland und Luxemburg wird die '''''Deutsche Gebärdensprache''''' oder kurz '''''DGS''''' gebärdet, in Österreich beispielsweise die '''''ÖGS'''''. Auch dialektische Variationen sind in Gebärdensprache möglich, so wird die Gebärde für "Sonntag" im Norden Deutschlands beispielsweise anders gebärdet als im Süden.
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Es gibt keine genau Zahl wie viele verschiedene Gebärdensprachen es gibt. Am weitesten verbreitet ist die '''''American Sign Language''''' kurz '''''ASL'''''. Im deutschsprachigen Raum wie Deutschland und Luxemburg wird die '''''Deutsche Gebärdensprache''''' oder kurz '''''DGS''''' gebärdet, in Österreich beispielsweise die '''''ÖGS'''''. Auch dialektische Variationen sind in Gebärdensprache möglich. So wird die Gebärde für "Sonntag" im Norden Deutschlands beispielsweise anders gebärdet als im Süden.
  
 
==Grammatik==
 
==Grammatik==

Version vom 21. Juni 2018, 23:49 Uhr

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1 Definition

Die Gebärdensprache ist eine Sprache, die nicht auf Phonemen, sondern auf körperlichen, visuell wahrnehmbaren Zeichen basiert. Sie wird vor allem von Menschen mit eingeschränktem (Schwerhörigkeit) oder aufgehobenem Hörvermögen (Taubheit) genutzt.

2 Hintergrund

Die Gebärdensprache gehört zur Kategorie der natürlichen Sprachen, d.h. sie wurde von niemandem erfunden, sondern hat sich im Laufe der Zeit eigenständig entwickelt. Die Gebärdensprache besteht aus einer Mischung von Gesichtsmimik, lautlos gesprochenen Wörtern und Körpergesten. Die verschiedenen Elemente werden miteinander zu Sätzen aneinander gereiht. Dabei folgt die Gebärdensprache einer bestimmten Grammatik. Es gibt (bisher) keine "universelle" Gebärdensprache, auch wenn dies zur Zeit ein Thema der linguistischen Forschung ist. Gebärdensprache ist eine Sprache wie jede andere auch. Mit ihr kann man sich ebenfalls über das Wetter unterhalten, die aktuellen Spielergebnisse oder aber Philosophie und die eigene Steuererklärung.

3 Formen

Generell differenziert man

  • Lautsprachbegleitendes Gebärden (LBG)
  • Gebärdensprache

Es gibt keine genau Zahl wie viele verschiedene Gebärdensprachen es gibt. Am weitesten verbreitet ist die American Sign Language kurz ASL. Im deutschsprachigen Raum wie Deutschland und Luxemburg wird die Deutsche Gebärdensprache oder kurz DGS gebärdet, in Österreich beispielsweise die ÖGS. Auch dialektische Variationen sind in Gebärdensprache möglich. So wird die Gebärde für "Sonntag" im Norden Deutschlands beispielsweise anders gebärdet als im Süden.

4 Grammatik

Die DGS folgt ihrer eigenen Grammatik, ähnlich wie jede andere Lautsprache. Diese sei im Folgenden kurz erklärt.

  • Deutsch: Subjekt - Prädikat - Objekt
  • DGS: Subjekt - Objekt - Prädikat

Beispiel: Der Satz "Ich sehe dich" würde "ich dich sehen" gebärdet werden.

5 Fingeralphabet

Generell empfiehlt es sich das deutsche Fingeralphabet zu lernen. Dies fordert nicht nur die eigene Hand-Augen-Koordination, sondern macht Spaß und hilft bei der Kommunikation über große Distanzen hinweg, durch Glasscheiben oder bei vollem Mund.

6 Klinische Konsequenz

Der Umgang mit Gehörlosen erfordert teilweise etwas andere Bedingungen wie wir sie im Umgang mit Hörenden gewohnt sind. Generell gilt:

  • auf gute Lichtverhältnisse achten
  • langsam und deutlich sprechen (keine verzerrten Mundbilder, dies irritiert nur)
  • wenn möglich ruhig seine Hände zur Kommunikation verwenden
  • eine lebhafte Mimik erleichtert die Kommunikation
  • wenn Kommunikation schriftlich erfolgt, diese möglichst einfach verständlich halten und im besten Fall grammatikalisch anpassen
    • Beispiel: "Seit wann haben Sie die Beschwerden?" reformulieren zu "Du Problem seit wann?"
  • der Begriff taubstumm sollte vermieden werden

Dies hat mehrere Hintergründe. Zum einen ist der Begriff taubstumm historisch negativ konnotiert. Zum anderen sind die meisten Gehörlosen nicht stumm. Der Sprechapparat ist durchaus funktionsfähig, jedoch würde es wohl jedem komisch vorkommen zu sprechen, obwohl man sich selbst nicht dabei hören kann. Die Begriffe taub oder gehörlos sollten vorzugsweise verwendet werden. Auf Höflichkeitsformen kann verzichtet werden. Ähnlich wie im Englischen gibt es keine Höflichkeitsform.

7 Umgang mit Dolmetschern

Falls in einer klinischen Situation ein Dolmetscher anwesend ist, vereinfacht dies natürlich die Kommunikation. Doch auch hier gibt es Feinheiten, auf die geachtet werden kann. Im klinischen Kontext sollte sich der Dolmetscher neben dem medizinischen Personal befinden und gegenüber dem Patienten. Der Dolmetscher ist in diesem Kontext lediglich das Sprachmedium und unterliegt ebenfalls der Schweigepflicht. Auch hier sind optimale Lichtverhältnisse für eine barrierefreie Kommunikation unerheblich. Man sollte es vermeiden vom Patienten in der dritten Person zu sprechen oder nur den Dolmetscher anzuschauen. Dies schafft eine respektvolle und vertrauensvolle Basis.

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