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Gastroparese

Version vom 11. Dezember 2009, 17:17 Uhr von Dominic Prinz (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Magenatonie
Englisch: gastroparesis

1 Definition

Als Gastroparese bezeichnet man eine Motilitätsstörung des Magens mit initial schlaffer Lähmung, im späteren Verlauf Hypotonie der Magenmuskulatur.

2 Ätiologie

Häufigste Ursache der Gastroparese ist die diabetische autonome Neuropathie. Seltener sind

Formen.

3 Klinik

Klinisch resultieren Magenentleerungsstörungen mit

4 Komplikation

Bei insulinsubstituierten Diabetes-Patienten kann es in Folge der verzögerten Magenentleerung zu schwerwiegenden Hypoglykämieen kommen. Bei assoziierter Polyneuropathie kann zudem die Schmerzwahrnehmung beeinträchtigt sein.

Als schwerwiegendste Folgekomplikation gilt die als Präkanzerose eingestufte refluxbedingte (siehe Refluxösophagitis) Metaplasie der Ösophagusschleimhaut (Barett-Syndrom).

5 Diagnostik

Die Beurteilung der Magenmotilität kann

erfolgen.

Zur Ausschlussdiagnose einer hypertrophen oder obstruktiven Pylorusstenose und Abklärung refluxbedingter Folgekomplikationen ist eine zusätzliche gastroskopische Abklärung indiziert.

6 Therapie

Die Behandlung der Gastroparese erfolgt medikamentös mittels Prokinetikum.

Desweiteren gilt die passageangepasste

  • Insulineinstellung von Diabetikern und
  • Nahrungsumstellung.

Schwere therapierefraktäre Verläufe erfordern die Anlage einer jejunalen Ernährungssonde (PEJ, JET-PEG).

Diese Seite wurde zuletzt am 10. April 2018 um 09:17 Uhr bearbeitet.

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