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Gamma-Motoneuron

Version vom 28. März 2009, 22:44 Uhr von Dominic Prinz (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Gamma- Motoneuron, g-Motoneuron, Fusimotoneuron

1 Definition

y- Motoneurone sind motorische Neurone, deren Perikarya im Rückenmark lokalisiert sind. Sie innervieren die intrafusalen Muskelfasern der Muskelspindeln. In diesem Zusammenhang werden sie auch als Fusimotoneurone bezeichnet.

2 Anatomie

Die Perikarya der y- Motoneurone sind ebenso wie die α-Motoneurone innerhalb der Lamina IX des Rückenmarkvorderhorns (Cornu anterius) lokalisiert. Ihre myelinisierten Axone (Ay-Fasern) treten als Wurzelfasern (Fila radicularia anteriora) aus dem Sulcus anterolateralis beidseits aus dem Rückenmark aus. Gemeinsam mit den motorischen Aα-Fasern der α-Motoneurone bilden sie den motorischen Anteil der Spinalnerven. Innerhalb der aus den Spinalnerven entspringenden peripheren Nerven ziehen sie zu den Skelettmuskeln. Ay- Fasern sind mit einer Nervenleitgeschwindigkeit von 20- 50m/s relativ langsam leitende Fasern.

(vergleiche Tabelle „Faserklassen“ unter Artikel „Axon“.

3 Histologie

y-Motoneurone sind multipolare Nervenzellen. Sie erhalten Konvergenzen absteigender Projektionsfasern aus supraspinalen Zentren und stehen somit unter supraspinaler Kontrolle.

4 Physiologie

Die Fasern der y-Motoneurone innervieren die Pole der Kernsack- und Kernkettenfasern der Muskelspindeln. Durch Kontraktion der Spindelpole entseht ein Zug der Fasern in beide Richtungen. Der sensibel innervierte äquatoriale Anteil der Muskelspindel wird gedehnt. Sensible Klasse Ia- und II- Fasern leiten den Dehnungsreiz an α-Motoneurone, die den Muskeldehnungsreflex (Muskeleigenreflex) induzieren.

4.1 Funktionen der y-Motoneurone

y- Motoneurone erfüllen zwei Funktionen:

  • Sie regulieren durch die spezifisch abgestufte Vorspannung der intrafusalen Muskelfasern die Sensibilität der Muskelspindeln.
  • Sie induzieren die Muskelkontraktion durch Auslösung des Muskeleigenreflexes.

Letzteres geschieht durch die Aktivierung der y-Motoneuronen durch deszendierende Fasern supraspinaler Zentren. Der gesamte Vorgang wird als y-Spindelschleife bezeichnet.

Diese Seite wurde zuletzt am 17. November 2019 um 19:53 Uhr bearbeitet.

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