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Gametozyt: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Gametozyten''' sind Teil des [[Reproduktion]]szyklus einiger [[Parasit]]en. In der Regel wird mit dem Begriff "Gametozyt" eine Entwicklungsstufe der [[Plasmodien]] in den Erythrozyten beschrieben.  
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'''Gametozyten''' sind Teil des [[Reproduktion]]szyklus einiger [[Parasit]]en. Meist wird mit dem Begriff "Gametozyt" eine Entwicklungsstufe von [[Plasmodien]] in den [[Erythrozyt]]en beschrieben.  
  
 
==Hintergrund==
 
==Hintergrund==

Version vom 13. April 2021, 13:39 Uhr

Englisch: gametocyte

1 Definition

Gametozyten sind Teil des Reproduktionszyklus einiger Parasiten. Meist wird mit dem Begriff "Gametozyt" eine Entwicklungsstufe von Plasmodien in den Erythrozyten beschrieben.

2 Hintergrund

Bei einer Malariaerkrankung entwickelt sich nach einigen Zyklen der ungeschlechtlichen Vemehrung ein Teil der Plasmodien zu Mikrogametozyten (männlich) und Makrogametozyten (weiblich). Nach der Übertragung der reifen Gametozyten auf den Hauptwirt, z.B. die Anopheles-Mücke, beginnt dort der geschlechtliche Vermehrungszyklus (Gamogonie). Die Gametozyten verursachen bei Betroffenen keine klinischen Symptome.

3 Lebenszyklus im Menschen

Die Entwicklung der Gametozyten im Menschen am Beispiel des Plasmodium falciparum:

  • Die asexuelle Vermehrung der Plasmodien findet zunächst in den Erythrozyten statt. Durch die Zerstörung der Erythrozyten im weiteren Verlauf wird die klinische Form der Malaria ausgelöst. Aus den Trophozoiten in den Erythrozyten entwickelt sich über fünf unterschiedliche morphologische Stadien der Gametozytogenese die reifen Gametozyten. Gametozyten der Stadien I bis IV befinden sich vornehmlich im Knochenmark oder in der Milz. Gametozyten des Stadium V finden sich im peripheren Blut und benötigen nach der Ausreifung drei weitere Tage, um eine Infektiösität gegenüber dem Hauptwirt zu entwickeln. Für die anschließende Übertragung wird die Anwesenheit sowohl von Mikro- als auch Makrogametozyten benötigt.

4 Lebenszyklus in der weiblichen Anopheles-Mücke

Nach der Blutmahlzeit gelangen die reifen Gametozyten zunächst in den Darm der Mücke, wo die Differenzierung in männliche Mikrogameten und weibliche Makrogameten stattfindet (Gametogenese). Aus der Befruchtung einer Makrogamete durch eine Mikrogamete resultiert eine Zygote. Durch Meiose ensteht die Ausdifferenzierung in einen Ookinet und schließlich in eine Oozyste, in der sich mehrere Tausend Sporozoiten entwickeln. Durch Ruptur der Oozyste wandern die Sporozoiten in die Speicheldrüsen der Mücke ein, von wo sie bei einer Blutmahlzeit auf den Menschen übertragen werden.

5 Bedeutung für die Malaria-Verbreitung

Gametozyten sind für den Ablauf des vollständigen Lebenszyklus der Plasmodien unerlässlich. Somit sind diese Stadien eine wichtige Komponente für die Übertragung und weitere Verbreitung der Malaria. Sie gelten als wichtiges Ziel für Interventionsstrategien, um die Ausbreitung der Malaria einzudämmen.

6 Quellen

  • The Biology of Malaria Gametocytes
  • Henry, Noëlie Béré et al. “Biology of Plasmodium falciparum gametocyte sex ratio and implications in malaria parasite transmission.” Malaria journal vol. 18,1 70. 12 Mar. 2019
  • Ngotho, Priscilla et al. “Revisiting gametocyte biology in malaria parasites.” FEMS microbiology reviews vol. 43,4 (2019)

Diese Seite wurde zuletzt am 13. April 2021 um 13:48 Uhr bearbeitet.

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