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Gallenkolik: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Die Gallenkolik wird meist durch die Einklemmung eines [[Gallenstein]]s bei der Passage des [[Ductus cysticus]] ausgelöst. Einen weiteren kritischen Punkt bei dem Durchtritt kleinerer Konkremente aus der Gallenblase in Richtung [[Duodenum]] stellt die [[Papilla Vateri]] dar. Diese kann durch verschiedene Mechanismen (Spasmen, morphologische Veränderungen, usw.) verengt sein und so zur Einklemmung der [[Konkrement]]e führen.
  
Ausgelöst wird sie meist durch die Einklemmung eines [[Gallenstein]]s bei der Passage des [[Ductus cysticus]]. Einen weiteren kritischen Punkt bei dem Durchtritt kleinerer Konkremente aus der Gallenblase in Richtung [[Duodenum]] stellt die [[Papilla Vateri]] dar. Diese kann durch verschiede Mechanismen (Spasmen, morphologische Veränderungen...) verengt sein und so zur Einklemmung der Konkremente führen.
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Das Leitsymptom der Gallenkolik sind [[rezidivierend]]e Kolikschmerzen, die zwischen 15 Minuten und 5 Stunden andauern können. Sie sind bevorzugt im rechten und mittleren Oberbauch lokalisiert und können in Rücken sowie in die rechte Schulter ausstrahlen. Begleitet werden die Schmerzen unter Umständen von [[Brechreiz]], Aufstoßen und einem flüchtigen [[Ikterus]].
  
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Als Differentialdiagnosen muss man Erkrankungen des [[Magen]]s und [[Duodenum]]s, eine [[Pankreatitis]], sowie [[Myokardinfarkt]] und [[Lungenembolie]] in Betracht ziehen und als Schmerzursache ausschließen.
Es kommt rezidivierend zu Kolikschmerzen, die zwischen 15 Minuten und 5 Stunden andauern, bevorzugt im rechten und mittleren Oberbauch lokalisiert sind und in Rücken sowie rechte Schulter ausstrahlen können. Begleitet werden die Schmerzen unter Umständen von Brechreiz, Aufstoßen und einem flüchtigen [[Ikterus]].
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Als Differentialdiagnosen muß man Erkrankungen des [[Magen]]s und [[Duodenum]]s, [[Pankreatitis]], sowie [[Myokardinfarkt]] und [[Lungenembolie]] in Betracht ziehen und als Schmerzursache ausschließen.
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'''Leichte Koliken''' können mit [[Nitroglyzerin]] 0,8 - 1,6 mg und [[Butylscopolamin]] behandelt werden.
  
Bei '''leichten Koliken''' kann mit [[Nitroglyzerin]] (Nitrolingual&reg) 0,8 - 1,6 mg und [[Butylscopolamin]] (Buscopan&reg) behandelt werden.
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'''Schwere Koliken''' werden mit einem starken [[Analgetikum]], z.B. mit 50 mg [[Pethidin]] und 20 mg Butylscopolamin therapiert. Sollte der Verdacht auf eine infektiöse Gallenwegserkrankung bestehen, ist eine [[Antibiotikatherapie]] indiziert. Bei Infektionen durch [[Escherichia coli]] oder [[Enterokokken]] (häufigste Erreger) bieten sich [[Fluorchinolon]]e oder [[Aminopenicillin]] in Kombination mit [[beta-Lactamase-Hemmer]]n an. Bei Verdacht auf Anaerobier wird [[Metronidazol]] eingesetzt.
 
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'''Schwere Koliken''' werden mittels eines starken Analgetikums, z.B. 50mg [[Pethidin]] (Dolantin&reg) und 20mg Butylscopolamin therapiert.
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Sollte der Verdacht auf eine infektiöse Gallenwegserkrankung bestehen, ist eine Antibiotikatherapie indiziert. Hierbei bieten sich [[Fluorchinolone]] oder [[Aminopenicillin]] + [[&beta -Lactamase-Hemmer]] bei Infektionen durch E.coli und Enterokokken (häufigste Erreger), bzw. zusätzlich [[Metronidazol]] bei Verdacht auf Anaerobier an.
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Die Patienten sollten für mindestens 24h Nahrungskarenz einhalten und im Anschluß daran eine "gallenblasenfreundliche" Diät beginnen. Diese beinhaltet u.a. den Verzicht auf fette und gebratene Speisen.
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Die Patienten sollten für mindestens 24 Stunden eine [[Nahrungskarenz]] einhalten und im Anschluß daran eine "gallenblasenfreundliche" Diät beginnen. Diese beinhaltet den Verzicht auf alle Speisen, die die Motilität des Gallengangssystems anregen, vor allem auf fette und gebratene Speisen.
  
 
Bei wiederholten oder sehr schweren Koliken muß frühzeitig an eine elektive [[Cholecystektomie]] gedacht werden.
 
Bei wiederholten oder sehr schweren Koliken muß frühzeitig an eine elektive [[Cholecystektomie]] gedacht werden.
  
'''''CAVE''''' Auch bei stärksten Schmerzen darf man Morphinderivate (außer Pethidin) nicht einsetzen, da diese zu Spasmen des Sphincter Oddi führen können und so die Symptomatik verschlimmern!!!
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''Cave:'' Auch bei stärksten Schmerzen darf man Morphinderivate (außer Pethidin) nicht einsetzen, da diese zu Spasmen des [[Musculus sphincter oddi]] führen können und so die Symptomatik verschlimmern.

Version vom 28. August 2005, 20:17 Uhr

Engllisch: gall bladder colic

1 Definition

Als Gallenkolik werden die typischen Beschwerden einer symptomatischen Cholelithiasis bezeichnet.

2 Ätiologie

Die Gallenkolik wird meist durch die Einklemmung eines Gallensteins bei der Passage des Ductus cysticus ausgelöst. Einen weiteren kritischen Punkt bei dem Durchtritt kleinerer Konkremente aus der Gallenblase in Richtung Duodenum stellt die Papilla Vateri dar. Diese kann durch verschiedene Mechanismen (Spasmen, morphologische Veränderungen, usw.) verengt sein und so zur Einklemmung der Konkremente führen.

3 Symptome

Das Leitsymptom der Gallenkolik sind rezidivierende Kolikschmerzen, die zwischen 15 Minuten und 5 Stunden andauern können. Sie sind bevorzugt im rechten und mittleren Oberbauch lokalisiert und können in Rücken sowie in die rechte Schulter ausstrahlen. Begleitet werden die Schmerzen unter Umständen von Brechreiz, Aufstoßen und einem flüchtigen Ikterus.

4 Differentialdiagnosen

Als Differentialdiagnosen muss man Erkrankungen des Magens und Duodenums, eine Pankreatitis, sowie Myokardinfarkt und Lungenembolie in Betracht ziehen und als Schmerzursache ausschließen.

5 Therapie

Leichte Koliken können mit Nitroglyzerin 0,8 - 1,6 mg und Butylscopolamin behandelt werden.

Schwere Koliken werden mit einem starken Analgetikum, z.B. mit 50 mg Pethidin und 20 mg Butylscopolamin therapiert. Sollte der Verdacht auf eine infektiöse Gallenwegserkrankung bestehen, ist eine Antibiotikatherapie indiziert. Bei Infektionen durch Escherichia coli oder Enterokokken (häufigste Erreger) bieten sich Fluorchinolone oder Aminopenicillin in Kombination mit beta-Lactamase-Hemmern an. Bei Verdacht auf Anaerobier wird Metronidazol eingesetzt.

Die Patienten sollten für mindestens 24 Stunden eine Nahrungskarenz einhalten und im Anschluß daran eine "gallenblasenfreundliche" Diät beginnen. Diese beinhaltet den Verzicht auf alle Speisen, die die Motilität des Gallengangssystems anregen, vor allem auf fette und gebratene Speisen.

Bei wiederholten oder sehr schweren Koliken muß frühzeitig an eine elektive Cholecystektomie gedacht werden.

Cave: Auch bei stärksten Schmerzen darf man Morphinderivate (außer Pethidin) nicht einsetzen, da diese zu Spasmen des Musculus sphincter oddi führen können und so die Symptomatik verschlimmern.

Diese Seite wurde zuletzt am 11. November 2017 um 00:08 Uhr bearbeitet.

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