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Fugu-Vergiftung

Version vom 30. Juli 2004, 01:22 Uhr von Nils Nicolay (Diskussion | Beiträge)

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Synonyme: Fugu-Vergiftung, Tetraodon-Intoxikation
Englisch: tetrodotoxism, fugu poisoning

Als Tetraodon-Vergiftung bezeichnet man die nach dem Verzehr von Kugelfischen auftretenden Lähmungs- und Vergiftungserscheinungen.

1 Bedeutung

Besonders in Japan stellen Kugelfische der Spezies Fugu eine besondere Delikatesse dar und werden dementsprechend gegessen.
Dabei stellt besonders der Konsum von inneren Organen, Ovarien, Hoden, Leber und Gallenblase, eine besondere Gefahr dar, da sie sehr hohe Konzentrationen des Neurotoxins Tetrodotoxin enthalten. Eine Reihe von Gesetzen reguliert in Japan die Zubereitung und den Verzehr von Kugelfisch-Produkten. Dennoch kommt es immer wieder zu Todesfällen (in einigen Jahren bis zu 200).

2 Mechanismus

Das in Kugelfischen enthaltene Tetrodotoxin blockiert die spannungsabhängigen Natriumkanäle vieler Zellen und hemmt auf diese Weise besonders den Natriumeinstrom in postsynaptische Membranen nach der Stimulation.
Besonders Nerven und Muskulatur sind von den Vergiftungserscheinungen betroffen.

3 Symptome

Die Tetraodon-Vergiftung imponiert durch eine Reihe von Symptomen, die etwa 30 Minuten nach Ingestion auftreten:

Der Tod tritt bei ausreichender Konzentration von Tetrodotoxin innerhalb von 24 Stunden durch zentrale oder periphere Atemlähmung auf.

Fachgebiete: Toxikologie

Diese Seite wurde zuletzt am 27. November 2019 um 21:44 Uhr bearbeitet.

Es ist von zentraler Atemlähmung die Rede. Ich finde ad hoc keine positiven Belege zur ZNS-Gängigkeit von Tetrodotoxin, lediglich gegenteilige Aussagen. Viele Alkaloide können die Bluthirnschranke überwinden. Trifft das auch auf Tetrodotoxin zu? Bis auf weiteres verallgemeinere ich den Satz; statt "zentrale und periphere Atemlähmung" nur "Atemlähmung". MfG, Danny Siwek
#1 am 14.10.2014 von Danny Steven Siwek (Biotechniker/in | Medizintechniker/in)

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