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Freie Radikale: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Freie Radikale''' sind Teile von [[Molekül]]en. An der Bruchstelle befindet sich ein [[Atom]] mit einem so genannten ungepaarten [[Elektron]] (Englisch: ''odd electron'').
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'''Freie Radikale''' sind [[Molekül]]e, [[Ion]]en oder [[Atom]]e mit einem ungepaarten [[Elektron]]. Sie sind hochgradig reaktiv.
 
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==Pathophysiologie==
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Freie, also ungebundene Radikale versetzen biologisches [[Gewebe (Biologie)|Gewebe]] in [[oxidativer Stress|oxidativen Stress]] und können es zerstören, indem sie als ''Initiator'' eine [[Kettenreaktion]] auslösen. Darin kann sich ein freies Radikal mit dem Teil eines bestehenden Moleküles zu einem neuen Molekül verbinden. Wird der neue Reaktionspartner ebenfalls als freies Radikal freigesetzt, so kann er eine analoge Reaktion verursachen. In solch einer Kettenreaktion verschwinden funktionelle Moleküle und es entstehen unerwünschte bzw. dysfunktionelle Moleküle. Betreffen diese molekularen Veränderungen die [[DNA]], entstehen Lesefehler, die zu degenerativen Erkrankungen oder [[Krebs]] führen können.
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==Entstehung==
 
==Entstehung==
Freie Radikale entstehen im Körper durch Überlastung der Verbrennungsprozesse in [[Mitochondrien]] oder durch physikalische oder chemische Einflüsse von außen, z.B.:
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Freie Radikale entstehen in [[Organismus|Organismen]] durch [[exogen]]e oder [[endogen]]e Faktoren. Ein Beispiel für endogene Faktoren ist die Überlastung der Verbrennungsprozesse in den [[Mitochondrien]]. Exogene Faktoren können [[Chemie|chemischer]] oder [[Physik|physikalischer]] Natur sein, dazu gehören u.a.:
 
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* Hitzeeinwirkung
 
* [[UV-Strahlung]]
 
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* [[Ionisierende Strahlung]]
 
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*[[Röntgenstrahlen]]
Freie Radikale können in den Körper gelangen, indem einer der obigen Einflüsse von außen Moleküle des Körpers in freie Radikale zerteilt. Freie Radikale können auch durch Essen, Trinken oder Einatmen von irgend etwas, das freie Radikale enthält, in den Körper gelangen, zum Beispiel:
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* [[Zigarettenrauch]]
 
* [[Zigarettenrauch]]
* [[Umweltgifte]]
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Freie Radikale versetzen biologisches [[Gewebe]] in [[oxidativer Stress|oxidativen Stress]]. Sie können als ''Initiator'' eine Kettenreaktion auslösen, die Moleküle, [[Zelle]]n und Gewebe schädigen oder irreparabel zerstört. Wird durch die Reaktion mit einem nicht-Radikal-Molekül der Reaktionspartner ebenfalls als freies Radikal freigesetzt, kann er eine analoge Reaktion verursachen. In solch einer Kettenreaktion werden funktionelle Moleküle zu unerwünschten bzw. dysfunktionellen Molekülen umgewandelt. Betreffen diese molekularen Veränderungen die [[DNA]], entstehen [[Mutation]]en und andere [[DNA-Schaden|DNA-Schäden]], die zu [[Degenerative Erkrankung|degenerativen Erkrankungen]] oder [[Krebs]] führen können.
* [[Arterienverkalkung]],
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* [[Rheuma]],
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* [[Alzheimer]] oder  
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* [[Krebs]]
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werden wahrscheinlich durch die aggressive Wirkung von freien Radikalen mitverursacht.
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[[Antioxidantien]] (z.B. [[Glutathion]], [[Ascorbat]]) schützen gegen freie Radikale im Körper, da diese freie Radikale dauerhaft binden.
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[[Antioxidantien]] (z.B. [[Glutathion]], [[Ascorbinsäure]]) schützen gegen freie Radikale, indem sie mit diesen reagieren und dadurch ihre Reaktivität herabsetzen.
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[[Fachgebiet:Biochemie]]
 
[[Fachgebiet:Biochemie]]
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[[Tag:Oxidation]]

Aktuelle Version vom 7. Januar 2020, 23:50 Uhr

Englisch: free radicals

1 Definition

Freie Radikale sind Moleküle, Ionen oder Atome mit einem ungepaarten Elektron. Sie sind hochgradig reaktiv.

2 Entstehung

Freie Radikale entstehen in Organismen durch exogene oder endogene Faktoren. Ein Beispiel für endogene Faktoren ist die Überlastung der Verbrennungsprozesse in den Mitochondrien. Exogene Faktoren können chemischer oder physikalischer Natur sein, dazu gehören u.a.:

3 Pathophysiologie

Freie Radikale versetzen biologisches Gewebe in oxidativen Stress. Sie können als Initiator eine Kettenreaktion auslösen, die Moleküle, Zellen und Gewebe schädigen oder irreparabel zerstört. Wird durch die Reaktion mit einem nicht-Radikal-Molekül der Reaktionspartner ebenfalls als freies Radikal freigesetzt, kann er eine analoge Reaktion verursachen. In solch einer Kettenreaktion werden funktionelle Moleküle zu unerwünschten bzw. dysfunktionellen Molekülen umgewandelt. Betreffen diese molekularen Veränderungen die DNA, entstehen Mutationen und andere DNA-Schäden, die zu degenerativen Erkrankungen oder Krebs führen können.

Antioxidantien (z.B. Glutathion, Ascorbinsäure) schützen gegen freie Radikale, indem sie mit diesen reagieren und dadurch ihre Reaktivität herabsetzen.

Tags:

Fachgebiete: Biochemie

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Januar 2020 um 23:50 Uhr bearbeitet.

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