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Ethylenglykolvergiftungen verursachen eine metabolische Azidose mit Nierenschädigung. Essentiell ist ein schneller Therapiebeginn, bereits im Verdachtsfall, um das Auftreten toxischer Metabolite zu unterbinden.
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==Definition==
Bisherige Standardtherapie von Ethylenglykolvergiftungen in Deutschland war die Gabe von Alkohol in Kombination mit einer Hämodialyse.  
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'''Fomepizol''' ist ein spezifischer [[Inhibitor]] der [[Alkoholdehydrogenase]], der bei [[Ethylenglykolvergiftung|Ethylenglykol]]- oder [[Methanolvergiftung]] eingesetzt wird.
Jetzt ist Fomepizol, ein spezifischer Inhibitor der Alkoholdehydrogenase in Deutschland verfügbar. Fomepizol hat eine 8000fach höhere Affinität zur Alkoholdehydrogenase und daher bessere Wirksamkeit bei deutlich weniger unerwünschten Wirkungen, als bei Ethylalkoholgabe zu beobachten sind.  
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Durch rechtzeitige Gabe von Fomepizol kann besonders die Nierenschädigung zuverlässig vermieden werden (z. B. DETAILLE ET AL., 2004).
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==Pharmakologie==
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Ethylenglykol- oder Methanolvergiftungen verursachen eine [[metabolische Azidose]] mit [[Nierenschädigung]]. Essentiell ist ein schneller Therapiebeginn, bereits im Verdachtsfall, um das Auftreten toxischer [[Metabolit]]e zu unterbinden. Bisherige Standardtherapie dieser Vergiftungen in Deutschland war die Gabe von [[Alkohol]] in Kombination mit einer [[Hämodialyse]].  
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Fomepizol hat eine 8000fach höhere [[Affinität]] zur Alkoholdehydrogenase und daher bessere Wirksamkeit bei deutlich weniger unerwünschten Wirkungen, als sie bei [[Ethylalkohol]]gabe zu beobachten sind. Durch rechtzeitige Gabe von Fomepizol kann besonders die Nierenschädigung zuverlässig vermieden werden (z. B. DETAILLE ET AL., 2004).

Version vom 7. Juni 2006, 12:38 Uhr

1 Definition

Fomepizol ist ein spezifischer Inhibitor der Alkoholdehydrogenase, der bei Ethylenglykol- oder Methanolvergiftung eingesetzt wird.

2 Pharmakologie

Ethylenglykol- oder Methanolvergiftungen verursachen eine metabolische Azidose mit Nierenschädigung. Essentiell ist ein schneller Therapiebeginn, bereits im Verdachtsfall, um das Auftreten toxischer Metabolite zu unterbinden. Bisherige Standardtherapie dieser Vergiftungen in Deutschland war die Gabe von Alkohol in Kombination mit einer Hämodialyse.

Fomepizol hat eine 8000fach höhere Affinität zur Alkoholdehydrogenase und daher bessere Wirksamkeit bei deutlich weniger unerwünschten Wirkungen, als sie bei Ethylalkoholgabe zu beobachten sind. Durch rechtzeitige Gabe von Fomepizol kann besonders die Nierenschädigung zuverlässig vermieden werden (z. B. DETAILLE ET AL., 2004).

Diese Seite wurde zuletzt am 8. April 2009 um 12:45 Uhr bearbeitet.

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