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Fludarabin

Version vom 11. Juli 2021, 14:23 Uhr von Michael Vogt (Diskussion | Beiträge)

Handelsname: Fludura®
Englisch: Fludurabine

1 Definition

Fludarabin ist ein zytostatisch wirkender Arzneistoff, der in der Therapie von bestimmten malignen Erkrankungen – insbesondere verschiedene Formen der Leukämie – eingesetzt wird.

2 Chemie

Fludarabin besitzt die chemische Summenformel

  • C10H13FN5O7P

Es handelt sich um ein Analogon von Adenosin, mit einem zusätzlichen Fluoratom an Position 2 des Adenins und einer glykosidischen Bindung zu Arabinose anstelle Ribose. Es liegt als weißer Feststoff vor. Der Schmelzpunkt beträgt 203 °C.

3 Anwendungsgebiete

Das Zytostatikum Fludarabin wird praktisch ausschließlich zur Chemotherapie von bestimmten Leukämien - v. a. akute Leukämie und chronisch-lymphatische Leukämie (CLL), sowie in der Therapie eines Non-Hodgkin-Lymphomes niedrigen Malignitätsgrades angewendet.

4 Anwendung

Fludarabin wird intravenös in Form einer Infusion appliziert.

5 Wirkungsmechanismus

Im Körper erfolgt eine Phosphorylierung zum therapeutisch wirksamen Fludarabin-ATP. Dieses hemmt die Enzyme DNA-Polymerase, Ribonukleotidreduktase und DNA-Ligase[1], wodurch eine weitere DNA-Synthese ausbleibt. Außerdem kommt es zum Einbau eines Fludarabin-Moleküls in die DNA, wodurch diese unlesbar wird. Es kommt zur Apoptose.

6 Nebenwirkungen

7 Referenzen

  1. Aktories, Förstermann, Starke (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. S. 908. 11. Auflage 2013, Elsevier

Fachgebiete: Arzneimittel

Diese Seite wurde zuletzt am 11. Juli 2021 um 14:23 Uhr bearbeitet.

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