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*C<sub>10</sub>H<sub>13</sub>FN<sub>5</sub>O<sub>7</sub>P
 
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Es handelt sich um ein Analogon von [[Adenosin]], mit einem zusätzlichen Fluoratom an Position 2 des Adenins und einer glykosidischen Bindung zu Arabinose anstelle Ribose. Es liegt als weißer [[Feststoff]] vor. Der [[Schmelzpunkt]] beträgt 203 °C.
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Es handelt sich um ein Analogon von [[Vidarabin]], das als weißer [[Feststoff]] vorliegt. Der [[Schmelzpunkt]] beträgt 203 °C.
  
 
==Anwendungsgebiete==
 
==Anwendungsgebiete==
Das [[Zytostatikum]] Fludarabin wird praktisch ausschließlich zur [[Chemotherapie]] von bestimmten Leukämien - v. a. akute [[Leukämie]] und [[chronisch-lymphatische Leukämie]] (CLL), sowie in der Therapie eines [[Non-Hodgkin-Lymphom]]es niedrigen [[Malignität]]sgrades angewendet.  
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Das [[Zytostatikum]] Fludarabin wird praktisch ausschließlich zur [[Chemotherapie]] von bestimmten Leukämien - v.a. akute [[Leukämie]] und [[chronisch-lymphatische Leukämie]] (CLL), sowie in der Therapie eines [[Non-Hodgkin-Lymphom]]es niedrigen [[Malignität]]sgrades angewendet.  
  
 
==Anwendung==
 
==Anwendung==
Fludarabin wird [[intravenös]] in Form einer [[Infusion]] appliziert.  
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Fludarabin wird [[intravenös]] als [[Infusion]] appliziert.  
  
 
==Wirkungsmechanismus==
 
==Wirkungsmechanismus==
Im Körper erfolgt eine [[Phosphorylierung]] zum therapeutisch wirksamen Fludarabin-[[ATP]]. Dieses hemmt die [[Enzym|Enzyme]] [[DNA-Polymerase]], [[Ribonukleotidreduktase]] und [[DNA-Ligase]]<ref>Aktories, Förstermann, Starke (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. S. 908. 11. Auflage 2013, Elsevier</ref>, wodurch eine weitere [[DNA-Synthese]] ausbleibt. Außerdem kommt es zum Einbau eines Fludarabin-[[Molekül]]s in die [[DNA]], wodurch diese unlesbar wird. Es kommt zur [[Apoptose]].
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Im Körper erfolgt eine [[Phosphorylierung]] zum therapeutisch wirksamen Fludarabin-[[ATP]]. Dieses hemmt die [[Enzym|Enzyme]] [[DNA-Polymerase]], [[Ribonukleotidreduktase]] und [[DNA-Ligase]]<ref>Aktories K, Förstermann U, Starke K. Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. 2013; S. 908. 11. Auflage, Elsevier Verlag</ref>, wodurch eine weitere [[DNA-Synthese]] ausbleibt. Außerdem kommt es zum Einbau eines Fludarabin-[[Molekül]]s in die [[DNA]], wodurch diese unlesbar wird. Es kommt zur [[Apoptose]].
  
 
==Nebenwirkungen==
 
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[[Tag:Chemotherapie]]
 
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[[Tag:Leukämie]]
 
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Aktuelle Version vom 15. Juli 2021, 12:43 Uhr

Handelsname: Fludura®
Englisch: Fludurabine

1 Definition

Fludarabin ist ein zytostatisch wirkender Arzneistoff, der in der Therapie von bestimmten malignen Erkrankungen – insbesondere verschiedene Formen der Leukämie – eingesetzt wird.

2 Chemie

Fludarabin besitzt die chemische Summenformel

  • C10H13FN5O7P

Es handelt sich um ein Analogon von Vidarabin, das als weißer Feststoff vorliegt. Der Schmelzpunkt beträgt 203 °C.

3 Anwendungsgebiete

Das Zytostatikum Fludarabin wird praktisch ausschließlich zur Chemotherapie von bestimmten Leukämien - v.a. akute Leukämie und chronisch-lymphatische Leukämie (CLL), sowie in der Therapie eines Non-Hodgkin-Lymphomes niedrigen Malignitätsgrades angewendet.

4 Anwendung

Fludarabin wird intravenös als Infusion appliziert.

5 Wirkungsmechanismus

Im Körper erfolgt eine Phosphorylierung zum therapeutisch wirksamen Fludarabin-ATP. Dieses hemmt die Enzyme DNA-Polymerase, Ribonukleotidreduktase und DNA-Ligase[1], wodurch eine weitere DNA-Synthese ausbleibt. Außerdem kommt es zum Einbau eines Fludarabin-Moleküls in die DNA, wodurch diese unlesbar wird. Es kommt zur Apoptose.

6 Nebenwirkungen

7 Quellen

  1. Aktories K, Förstermann U, Starke K. Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. 2013; S. 908. 11. Auflage, Elsevier Verlag

Fachgebiete: Arzneimittel

Diese Seite wurde zuletzt am 15. Juli 2021 um 12:43 Uhr bearbeitet.

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