Flash-Glucose-Monitoring

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Abkürzung: FGM

1 Definition

Das Flash-Glucose-Monitoring, kurz FGM, ist ein Verfahren zur Glukosebestimmung in der Interzellularflüssigkeit mithilfe im Subkutangewebe platzierten Sensors.

2 Anwendung

Auf der Rückseite des Oberarms wird ein kleines Sensorgehäuse als Patch angebracht. Aus ihm ragt ein Messfühler, der in das Subkutangewebe eingeführt wird. Der Fühler misst minütlich den Zuckerwert der Zwischenzellflüssigkeit und speichert ihn auf einem Mikrochip. Zum Ablesen des aktuellen Glukosespiegels wird der Sensor mit einem Lesegerät gescannt. Die Ablesung erfolgt wireless - auch durch die Kleidung. Eine separate Kalibrierung ist nicht notwendig. Der Sensor muss spätestens alle 14 Tage ausgetauscht werden.

3 Genauigkeit

Die Glukosebestimmung in der Interzellularflüssigkeit stimmt bei stabilen Blutzuckerverhältnissen mit einer Abweichung von etwa 10-15 % mit einer Blutzuckermessung überein. Bei einem schnellem Anstieg oder Abfall der Werte kommt es zu einer Zeitverzögerung von ca. 5 bis 10 Minuten, d.h. der Wert kann vorübergehend zu hoch oder zu niedrig sein. Bei sehr niedrigen (< 40 mg/dl) oder sehr hohen Glukosewerten über (> 280 mg/dl) können Messfehler auftreten.

4 Vorteile

  • Kein Stechen zur Blutentnahme erforderlich
  • Engmaschiges Blutzuckertagesprofil

5 Weblinks

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Flash-Glucose-Monitoring&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Flash-Glucose-Monitoring

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Mai 2015 um 17:38 Uhr bearbeitet.

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