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Fipronil: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Fipronil''' gehört zu der Gruppe der [[Phenylpyrazol]]e. Es wird vor allem als Kontaktgift gegen [[Ektoparasit]]en (Flöhe, Läuse, usw.) eingesetzt.  
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'''Fipronil''' gehört zu der Gruppe der [[Phenylpyrazol]]e. Es wird vor allem als [[Kontaktgift]] gegen [[Ektoparasit]]en ([[Floh|Flöhe]], [[Laus|Läuse]], usw.) eingesetzt.  
  
==Wirkungsmechanismus==
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==Wirkmechanismus==
'''Fipronil''' wirkt inhibitorisch über den [[GABA-Rezeptor]] und verhindert somit den Einstrom von Chlorid-Ionen, wodurch es zur [[Hyperexzitation]] kommt. Über das Exoskelett gelangt der Wirkstoff in den Organismus und wirkt so auf das [[Zentralnervensystem]]. Die Parasiten verenden infolge dessan an einer Hypererregung der Nervenzellen.
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Fipronil wirkt inhibitorisch über den [[GABA-Rezeptor]] und verhindert den Einstrom von Chlorid-Ionen, wodurch es zur [[Hyperexzitation]] kommt. Über das Exoskelett gelangt der Wirkstoff in den Organismus und wirkt so auf das [[Zentralnervensystem]]. Die Parasiten verenden an einer Übererregung der Nervenzellen.
Für Säugetiere, Reptilien und Vögel ist diese Wirkung nicht beschrieben. In ausreichend hohen Dosen kann es aber auch hier letal wirken. Um die orale Aufnahme zu verhindern, wurde dem Wirkstoff in Handelspräparaten ein Bitterstoff beigesetzt.  
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==Indikationen==
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Für Säugetiere, Reptilien und Vögel ist diese Wirkung nicht beschrieben. In ausreichend hohen Dosen kann der Wirkstoff aber auch hier [[letal]] wirken. Um die [[oral]]e Aufnahme zu verhindern, wurde dem Wirkstoff in Handelspräparaten ein Bitterstoff beigesetzt.  
Es wird in Deutschland (und der EU) als Insektizid eingesetzt, welches aber zur Zeit nur zur Behandlung vom Saatgut zugelassen ist. In der vergangenen Zeit wurden aber Ausnahmen zugelassen, wodurch der Wirkstoff in Deutschland nach § 11 (2)  Pflanzenschutzgesetz auch bei Kartoffeln eingesetzt werden darf.  
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In der Veterinärmedizin wird '''Fipronil''' als Mittel gegen Flöhe und Läuse als Spray oder Spot-on (i.d.R. Flüssige Tinktur, die sich im Fell verteilt) auf die Haut des Tieres gebracht.  
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Fipronil wird in Deutschland (und der EU) vor allem als [[Pflanzenschutzmittel]] eingesetzt, das aber zur Zeit nur zur Behandlung von Saatgut zugelassen ist. In der Vergangenenheit wurden aber Ausnahmen zugelassen, wodurch der Wirkstoff in Deutschland nach § 11 (2) Pflanzenschutzgesetz auch bei Kartoffeln eingesetzt werden darf.
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In der [[Veterinärmedizin]] wird Fipronil als Mittel gegen Flöhe und Läuse als Spray oder Spot-on (i.d.R. Flüssige Tinktur, die sich im Fell verteilt) auf die Haut des Tieres gebracht.
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==Umweltgift==
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Im August 2017 ist Fipronil in die Kritik geraten. Es wird von mehreren Fällen berichtet, in denen der Wirkstoff in Hühnereiern gefunden wurde, nachdem einige Stallbetreiber ihn zur [[Entmilbung]] der Ställe nutzten.
  
==Allgemeines==
 
Im August 2017 ist '''Fipronil''' in die Kritik geraten. Es wird von mehreren Fällen berichtet, in denen der Wirkstoff in Hühnereiern gefunden wurde nachdem einige Stallbetreiber ihn zur Entmilbung der Ställe nutzten.
 
 
In den Niederlanden wurde die Bevölkerung daraufhin von der Lebensmittelkontrollbehörde NVWA gewarnt, verseuchte Eier mit einer bestimmten [[Charge]] zu verzehren. Auch nach Deutschland sind diese [[Charge]]n exportiert worden, sodass die Empfehlung hier ebenfalls gilt.  
 
In den Niederlanden wurde die Bevölkerung daraufhin von der Lebensmittelkontrollbehörde NVWA gewarnt, verseuchte Eier mit einer bestimmten [[Charge]] zu verzehren. Auch nach Deutschland sind diese [[Charge]]n exportiert worden, sodass die Empfehlung hier ebenfalls gilt.  
  
'''Fipronil''' ist nicht zugelassen für die Behandlung von Tieren für die Lebensmittelproduktion sowie für Hühnervögel.
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Fipronil ist für die Behandlung von Tieren in der Lebensmittelproduktion sowie für Hühnervögel nicht zugelassen.
 
[[Fachgebiet:Umweltmedizin]]
 
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[[Fachgebiet:Veterinärmedizin]]
 
[[Fachgebiet:Veterinärmedizin]]
 
[[Tag:Hühnerei]]
 
[[Tag:Hühnerei]]
 
[[Tag:Insektizid]]
 
[[Tag:Insektizid]]

Version vom 4. August 2017, 15:39 Uhr

Handelsnamen: Chipco® Choice, Frontline®, Fiprocat®, Fiprodog® u.v.a.

1 Definition

Fipronil gehört zu der Gruppe der Phenylpyrazole. Es wird vor allem als Kontaktgift gegen Ektoparasiten (Flöhe, Läuse, usw.) eingesetzt.

2 Wirkmechanismus

Fipronil wirkt inhibitorisch über den GABA-Rezeptor und verhindert den Einstrom von Chlorid-Ionen, wodurch es zur Hyperexzitation kommt. Über das Exoskelett gelangt der Wirkstoff in den Organismus und wirkt so auf das Zentralnervensystem. Die Parasiten verenden an einer Übererregung der Nervenzellen.

Für Säugetiere, Reptilien und Vögel ist diese Wirkung nicht beschrieben. In ausreichend hohen Dosen kann der Wirkstoff aber auch hier letal wirken. Um die orale Aufnahme zu verhindern, wurde dem Wirkstoff in Handelspräparaten ein Bitterstoff beigesetzt.

3 Anwendung

Fipronil wird in Deutschland (und der EU) vor allem als Pflanzenschutzmittel eingesetzt, das aber zur Zeit nur zur Behandlung von Saatgut zugelassen ist. In der Vergangenenheit wurden aber Ausnahmen zugelassen, wodurch der Wirkstoff in Deutschland nach § 11 (2) Pflanzenschutzgesetz auch bei Kartoffeln eingesetzt werden darf.

In der Veterinärmedizin wird Fipronil als Mittel gegen Flöhe und Läuse als Spray oder Spot-on (i.d.R. Flüssige Tinktur, die sich im Fell verteilt) auf die Haut des Tieres gebracht.

4 Umweltgift

Im August 2017 ist Fipronil in die Kritik geraten. Es wird von mehreren Fällen berichtet, in denen der Wirkstoff in Hühnereiern gefunden wurde, nachdem einige Stallbetreiber ihn zur Entmilbung der Ställe nutzten.

In den Niederlanden wurde die Bevölkerung daraufhin von der Lebensmittelkontrollbehörde NVWA gewarnt, verseuchte Eier mit einer bestimmten Charge zu verzehren. Auch nach Deutschland sind diese Chargen exportiert worden, sodass die Empfehlung hier ebenfalls gilt.

Fipronil ist für die Behandlung von Tieren in der Lebensmittelproduktion sowie für Hühnervögel nicht zugelassen.

Diese Seite wurde zuletzt am 23. April 2019 um 17:19 Uhr bearbeitet.

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