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Fibromyalgie

Version vom 16. Februar 2005, 00:06 Uhr von Janina Barth (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Fibromyalgie-Syndrom, generalisierte Tendomyopathie

1 Definition

Eine Fibromyalgie ist ein multilokuläres Schmerzsyndrom mit typischen schmerzhaften Druckpunkten, jedoch ohne Anzeichen von degenerativen oder entzündlichen Prozessen.

Die Ätiologie ist bisher (2005) ungeklärt.

2 Symptome

Die Diagnose "Fibromyalgie" ist eine Ausschlußdiagnose. Sie wird anhand des klinischen Bildes und nach Ausschluß anderer möglicher Ursachen für die Schmerzsymptomatik gestellt.

Nach der ACR (American College of Rheumatology) sind für die Fibromyalgie folgende Symptome kennzeichnend:

  • chronische oder rezidivierende Schmerzen in mindestens 3 von 4 Körperquadranten
  • chronische oder rezidivierende Schmerzen in mindestens 11 von 18 "tender points"
  • psychovegetative bzw. funktionelle Nebenbefunde:

Der Definition folgend darf KEIN pathologischer Laborbefund o.ä. vorliegen, der die Symptomatik erklären könnte.

3 Therapie

Da bisher keine auslösende Ursache für die Fibromyalgie gefunden wurde, ist eine kausale Therapie nicht möglich. NSAR sind oft wirkungslos.

Bewährt haben sich die physikalische Therapie (Massagen etc.), Akupunktur, Neuraltherapie, TENS, psychosomatisch-psychotherapeutische Betreuung und auch Antidepressiva.

4 Prognose

Hinsichtlich der Lebenserwartung ist die Prognose gut, jedoch nicht hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit Aufgrund der Symptomatik kommt es häufig zur Frühberentung. Erwähnenswert ist, dass sich das Krankheitsbild nach dem 60. Lebensjahr oft spontan zurückbildet.

Diese Seite wurde zuletzt am 29. September 2020 um 17:48 Uhr bearbeitet.

Hallo! Wir haben den Artikel nun nochmal den aktuellen Leitlinien angepasst. Bei einigen FMS Patienten konnte, wie du sagst, eine Small Fiber Neuropathie festgestellt werden. Bei anderen hingegen fand sich eine zentrale Sensibilisierung, Veränderungen zentralnervöser Neurotransmitter bzw. eine Dysfunktion des sympathischen Nervensystems. Ob diese Punkte jedoch pathophysiologisch das FMS bedingen oder Folge des FMS bzw. seiner Komorbiditäten sind, ist noch ungeklärt. Liebe Grüße, Anna
#4 vor 15 Stunden von Anna Albert (Arzt | Ärztin)
Hallo! 5-Hydroxytryptophan (5-HTP), eine Vorstufe von Serotonin, wirkte sich tatsächlich in einigen Studien positiv auf die Symptome bei Fibromyalgie aus. Danke für den Hinweis! Liebe Grüße, Anna Albert
#3 gestern von Anna Albert (Arzt | Ärztin)
Der Artikel ist recht einfach geschrieben. Leider ist die Aufzählung der Symtome unvollständig. Ebenso der Aspekt, das mittels Biopsie die Reduzierung/Schädigung der C-Muskelfasern klinisch nachgewiesen werden kann, die manchmal beteiligt sein können. Dieses nennt man Small Fiber Neuropathie. Diese Zusammenhänge sind seit 2013 bekannt und könnten das FMS endlich aus der Psychoecke holen.
#2 am 10.05.2020 von Cornelia Paetzel (Medizinische/r Fachangestellte/r)
Im Buch "die 20 besten Nahrungsergänzungsmittel" habe ich außerdem gelesen, dass 5HTP sehr hilfreich sein kann. Ist für den ein oder anderen vielleicht eine nützliche Information.
#1 am 02.02.2018 von Maik S. (Nichtmedizinischer Beruf)

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