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Ferritin

Version vom 23. Januar 2005, 19:34 Uhr von 84.135.80.170 (Diskussion)

von lateinisch: ferrum - Eisen
Englisch: ferritin

Ferritin ist ein Protein mit einem - vom Eisengehalt abhängigen - Molekulargewicht von etwa 450.000 Dalton. Es dient der intrazellulären Speicherung von Eisen, das in freier Form zytotoxisch wirken würde. Ferritin kommt auch in geringen Mengen im Blutplasma vor (Serum-Ferritin).

Das Makromolekül besteht aus 24 Untereinheiten, die sich kugelförmig zusammen lagern. Es existieren mehr als 20 Isoferritine, die teilweise gewebsspezifisch sind. Ein Ferritin-Molekül hat einen Durchmesser von etwa 10 nm und kann zwischen 2.000 - 4.000 dreiwertige Eisenionen (Fe3+) aufnehmen. Sie werden dort in Form von Eisen(III)oxidhydroxid (FeOOH) gespeichert. Den Proteinmantel des Ferritin, der kein Eisen enthält, bezeichnet man als Apoferritin. Er wird von zahlreichen Kanälen durchzogen, die wahrscheinlich den Eisentransport vom bzw. in das Zytoplasma vermitteln.

Ferritin wird von fast allen Körperzellen synthetisiert. Die Syntheserate wird durch die intrazelluläre Konzentration von (Fe3+) reguliert, das an die mRNA-bindenden Proteine IRP1 und IRP2 (IRP = iron regulatory protein) bindet.

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Fachgebiete: Biochemie

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