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Fasciolopsis buski: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Eier des Riesendarmegels werden über den [[Stuhl]] ausgeschieden. Aus den Eiern gehen die [[Mirazidie]]n hervor, welche eine Süßwasserschnecke als Zwischenwirt befallen. In den Süßwasserschnecken erfolgt die Entwicklung zu den [[Muttersporozyste]]n, die die [[Tochtersporozyste]]n und/oder die [[Redie]]n hervorbringen. Aus diesem gehen wiederum die [[Zerkarie]]n hervor.
  
Als [[Metazerkarie]]n sind die [[Zerkarie]]n auf Wasserpflanzen zu finden, wo sie von ihrem Endwirt verzehrt werden können.  
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Abgesonderte [[Toxin]]e können zu [[Allergie|allergischen]] Rekationen führen, welche sich klinisch durch [[Aszites]], ausgeprägte Schmerzen im [[Abdomen|Abdominalbereich]] sowie durch [[Ödem]]e im [[Gesicht]] äußern können.  
 
Abgesonderte [[Toxin]]e können zu [[Allergie|allergischen]] Rekationen führen, welche sich klinisch durch [[Aszites]], ausgeprägte Schmerzen im [[Abdomen|Abdominalbereich]] sowie durch [[Ödem]]e im [[Gesicht]] äußern können.  
  
 
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Zur Diagnose führen [[Anamnese]] und Klinik sowie der Nachweis von Eiern im [[Stuhl]].
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Aktuelle Version vom 22. April 2008, 23:22 Uhr

Synonym: Riesendarmegel

1 Definition

Unter dem Begriff Fasciolopsis buski versteht man einen Darmegel, der mit seiner Länge von 7,5 cm der größte humanpathogene Egel ist.

2 Epidemiologie

Fasciolopsis buski ist nur in Südostasien anzutreffen. Man nimmt an, dass etwa zehn Millionen Menschen von einer Infestation betroffen sind.

3 Entwicklungszyklus

Die Eier des Riesendarmegels werden über den Stuhl ausgeschieden. Aus den Eiern gehen die Mirazidien hervor, welche eine Süßwasserschnecke als Zwischenwirt befallen. In den Süßwasserschnecken erfolgt die Entwicklung zu den Muttersporozysten, die die Tochtersporozysten und/oder die Redien hervorbringen. Aus diesem gehen wiederum die Zerkarien hervor.

Als Metazerkarien sind die Zerkarien auf Wasserpflanzen zu finden, wo sie von ihrem Endwirt verzehrt werden können.

4 Transmission und Pathogenese

Die Aufnahme von metazerkarienhaltigen Wasserpflanzen führt zur Infestation des Menschen. Nachdem die Larven nach etwa sechs Wochen die Geschlechtsreife erlangt haben, bohren sie sich in die Wand des oberen Duodenums.

5 Klinik

Eine Infestation imponiert zunächst durch Hämorrhagien, Diarrhoe und Ulzera der Schleimhaut, wobei der Stuhl eine gelbgrüne Farbe annimmt.

Abgesonderte Toxine können zu allergischen Rekationen führen, welche sich klinisch durch Aszites, ausgeprägte Schmerzen im Abdominalbereich sowie durch Ödeme im Gesicht äußern können.

6 Nachweis

Zur Diagnose führen Anamnese und Klinik sowie der Nachweis von Eiern im Stuhl.

7 Therapie

Die Therapie erfolgt mit Praziquantel.

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Fachgebiete: Mikrobiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 22. April 2008 um 23:22 Uhr bearbeitet.

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