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Familiäre adenomatöse Polyposis coli

Version vom 14. Januar 2017, 10:05 Uhr von Lukas Erdmann (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Polyposis coli, Familiäre adenomatöse Polyposis, FAP

1 Definition

Die familiäre adenomatöse Polyposis coli, kurz FAP, ist eine autosomal-dominante Erkrankung, bei der sich multiple, adenomatöse Polypen im Bereich des Kolon finden.

2 Ätiologie

Ursache der FAP ist der Verlust bzw. die Mutation des APC-Gen (adenomatous polyposis of the colon), welches eine wichtige Funktion im Abbaukomplex des ß-Catenin (über den Wnt-Signalweg), sowie im Aufbau der mitotischen Spindel übernimmt. Ist das Gen mutiert, kommt es zu einer gebremsten Ubiquitinylierung des ß-Catenins, welches in der Folge nicht von den Proteasomen abgebaut wird. Es kann akkumulieren und als Transkriptionsfaktor im Nukleus eine gesteigerte Proliferation hervorrufen. Durch die Beteiligung am Aufbau der Mitosespindel kommt es bei einer Malfunktion des APC-Gen zu gehäuften Fehlverteilungen der Chromosomen bzw. zu Aneuploidien, was die maligne Entartung zusätzlich begünstigt.

3 Symptome

Zu den klassischen Symptomen gehören Diarrhöen und rektale Blutungen.

FAP

FAP

4 Diagnostik

Die Diagnose kann mit Hilfe der Koloskopie und der Kontrastmitteluntersuchung des Kolons gestellt werden. In bestimmten Fällen kommt auch eine Kapselendoskopie des Dünn- und Dickdarmes in Frage. Wegen des hohen Entartungsrisikos ist eine totale Proktokolektomie indiziert.

5 Prognose

Das Entartungsrisiko der Kolonpolypen bei der FAP liegt zwischen 70 und 100%.

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Fachgebiete: Gastroenterologie, Genetik

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Dezember 2019 um 17:54 Uhr bearbeitet.

Ja, sie läuft beschleunigt ab. Ist ergänzt. Ruhig, mehr Mut haben, den Text zu ändern. Nachlesen, schreiben, Quelle angeben.
#2 am 27.06.2017 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Gast
Ich bin nicht sicher und wollte deswegen nichts verändern, aber ich glaube, dass hier die Adenom-Karzinom-Sequenz beschleunigt ist. Hat hierzu jemand mehr Infos?
#1 am 25.06.2017 von Gast (Student/in der Humanmedizin)

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