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Faktor X

Version vom 26. März 2010, 12:35 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Stuart-Prower Faktor (Patient, bei dem als erster ein Faktor X Mangel entdeckt wurde)

1 Definition

Faktor X ist ein Faktor der Blutgerinnung (EC 3.4.21.6), er gehört zu der Gruppe der Serinproteasen.

2 Synthese

Der Syntheseort ist die Leber, unter Verbrauch von Vitamin K.

  • Merkhilfe für die Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren:
    1972 = 9, 10, 2 und 7 = IX, X, II, VII)!

3 Funktion

Der Faktor X wird durch den Faktor XIa oder VIIa aktiviert. Es bildet sich dann zusammen mit dem Faktor Va einigen Phospholipiden und Ca2+ Thromboplastin, welches weitere Reaktionen in der Blutgerinnung auslöst.

Der Faktor X steht an einer zentralen Position in der Gerinnungskaskade und ist sowohl für den extrinischen Weg, als auch für den intrinsischen Weg funktionell von Bedeutung.

Die Aktivierung von Faktor X kann in vitro durch Gerinnungshemmer wie Citrat, Oxalat oder EDTA gehemmt werden, da Ca2+ eine stärkere Affinität zu diesen Stoffen aufweist und somit als Cofaktor zur Bildung des Faktor X-Ca2+-Phospholipidkomplex fehlt.

Eine solche Hemmung kann durch verschiedenste pathologische Defekte hervorgerufen werden oder aber auch therapeutisch zur Hemmung von Thrombosen genutzt werden.

Bei einer verstärkten Bildung bzw. Aktivierung von Faktor X kommt es in Folge der vermehrten Komplexbildungen zu einem erhöhten Thromboserisiko.

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