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Eutomer

Version vom 8. Juli 2019, 16:55 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Eutomer ist ein Begriff aus der Pharmakologie. Er bezeichnet das hinsichtlich der gewünschten pharmakologischen Wirkung aktivere Enantiomer eines chiralen Arzneistoffs. Das pharmakologisch inaktivere Enantiomer wird Distomer genannt.

2 Hintergrund

Die Bezeichnung "Eutomer" wurde von Everhardus J. Ariens vorgeschlagen, der zugleich die Entwicklung reiner Enantiomere als Arzneistoffe forderte, um Nebenwirkungen von Arzneimitteln zu minimieren. Früher wurden vielfach Racemate als Arzneistoffe eingesetzt. Heute werden, wenn möglich, reine Eutomere verwendet.

Der Quotient aus der Wirkstärke des Eutomers und des Distomers eines Arzneistoffes ist das eudismische Verhältnis, der dekadische Logarithmus der eudismische Index.

3 Beispiele

Racemat Eutomer
Amphetamin Dexamphetamin
Cetirizin Levocetirizin
Citalopram Escitalopram
Ketamin Esketamin
Methadon Levomethadon
Salbutamol Levosalbutamol

Fachgebiete: Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Juli 2019 um 16:55 Uhr bearbeitet.

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