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Erythrozytensedimentationsrate: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 24. August 2006, 13:13 Uhr

Synonyme: Blutsenkung, Blutsenkungsgeschwindigkeit, Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit, ESR, BSG
Englisch: sedimentation rate, sed rate

1 Definition

Die Erythrozytensedimentationsrate, kurz ESR oder BSG, ist ein relativ unspezifischer Suchtest bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen. Sie kann auch Hinweise bei der Verlaufsbeurteilung von entzündlichen Erkrankungen geben.

2 Methode

Die Erythrozytensedimentationsrate kann nach Westergren bestimmt werden. Dabei wird eine 3,8 %ige Natriumcitratlösung im Verhältnis 1:5 mit venösem Blut gemischt. In der Regel wird dazu das Blut direkt in spezielle Gefäße (z.B. Monovetten®) abgenommen, die bereits die Citratlösung enthalten. Anschliessend wird das Blut in eine senkrecht stehende Pipette von 200 mm Höhe gefüllt. Nach 1 Stunde wird die Absenkung der roten Erythrozytensäule in mm abgelesen. Der 2-Stunden-Wert gibt in der Regel keine weitere Information.

Da die klassische Citrat-Metode zeitkritisch ist, wird in der Laboratoriumsmedizin auch EDTA-Blut für die ESR verwendet. In der Kinderheilkunde erfolgt die Kontrolle häufig in Kapillarröhrchen als so genannte Mikrosenkung.

3 Aussagefähigkeit

Der Test ist sensitiv, aber nicht spezifisch. Der Wert korreliert in gewissen Grenzen mit der Aktivität der Entzündung.

4 Referenzbereich

Maximaler physiologischer Wert nach 1 Stunde nach Westergren:

  • Männer: 6-12 (8-16) mm
  • Frauen: 10-20 mm

Der Wert kann bei älteren Menschen, sowie bei Frauen prämenstruell und während der Schwangerschaft physiologischerweise erhöht sein.

5 Interpretation

Erhöht bei:

Eine iatrogene Erhöhung sieht man nach Infusion von Dextranlösungen oder Gabe bestimmter Medikamente (z.B. Isotretinoin).

Ergänzt
#2 am 29.03.2018 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Unter welchem Wert ist die Senkung verlangsamt?
#1 am 28.03.2018 von Florian Greiner (Heilpraktiker/in)

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