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Erregungsleitung: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Die '''Erregungsleitung''' ist ein bioelektrischer Prozess, der die Grundlage für die Funktion der [[Nervenzelle]]n darstellt.  
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Die '''Erregungsleitung''' beschreibt die Weiterleitung einer elektrischen Erregung in [[Neuron]]en oder [[Muskelzelle]]n. Innerhalb des Neurons ist die Erregungsleitung ein bioelektrischer Prozess, der die Grundlage für die Funktion der [[Nervenzelle]]n und damit des [[Nervensystem]]s darstellt.
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Wird die Erregung auf eine andere Zelle übertragen, spricht man von [[Erregungsübertragung]]. An den meisten [[Synapse]]n wird das Signal in chemischer Form weitergeleitet. Der Begriff Erregungsleitung wird aber häufig auch anstelle des Terminus Erregungsübertragung genutzt.
  
 
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An der Membran lebender Zellen ist ein so genanntes [[Ruhepotential]] messbar. Es kommt durch ungleiche [[intrazellulär|intra]]- und [[extrazellulär]]e Ionenverteilung zustande und beträgt etwa 60-100mV. Die Innenseite der [[Zellmembran]] ist dabei negativ, die Außenseite positiv geladen. Ist der Reiz für eine Nervenfaser stark genug, kommt es zum [[Aktionspotential]], der elektrischen Fortleitung des Signals.  
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Als Synonym für Erregungsleitung wir häufig auch der Begriff ''Reizleitung'' verwendet. Das ist jedoch streng genommen unrichtig, da ein [[Reiz]] nur spezifische Rezeptoren erregt und als solcher nicht fortgeleitet wird.
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Der Begriff '''Erregungskette''' beschreibt anschaulich die Weiterleitung einer Erregung zwischen den Neuronen. Die Erregung springt über die [[Synapse]]n von Neuron zu Neuron.
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An der [[Zellmembran|Membran]] lebender Zellen ist ein sogenanntes [[Ruhepotential]] messbar. Es kommt durch ungleiche [[intrazellulär|intra]]- und [[extrazellulär]]e [[Ion]]enverteilung zustande und beträgt etwa 60-100 mV. Die Innenseite der Zellmembran ist dabei negativ, die Außenseite positiv geladen. Ist der Reiz für eine Nervenfaser stark genug, kommt es zum [[Aktionspotential]], der elektrischen Fortleitung des Signals.  
 
 
 
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* Nach Erreichen einer kritischen Reizschwelle (Schwellenpotential) kommt es zum schnellen Anstieg der Natrium-Leitfähigkeit, der [[Depolarisation]]
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* Nach Erreichen einer kritischen Reizschwelle ([[Schwellenpotential]]) kommt es zum schnellen Anstieg der Natrium-Leitfähigkeit, der [[Depolarisation]].
* Anschließende [[Repolarisation]] mit Ausbildung der vorherigen Ladungsverhältnisse
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Kurz nach der Depolarisation folgt die [[Refraktärzeit]], in welcher [[Nerv]]en und [[Muskel]]n auch durch starke Reize nicht erregbar sind. Die Depolarisation ist als "Alles oder Nichts"-Antwort zu verstehen, zu der es erst beim Erreichen des Schwellenpotentials kommt. Das entstandene Aktionspotential wird im [[Axon]] der Nervenfaser bis zu der Synapse wie in einem Kabel fortgeleitet.
  
Kurz nach der Depolarisation folgt die [[Refraktärzeit]], in der [[Nerv]] und [[Muskel]] auch durch starke Reize nicht erregbar sind. Die Depolarisation ist als „Alles oder Nichts“-Antwort zu verstehen, zu der erst beim Erreichen des Schwellenpotentials kommt. Das entstandene Aktionpotential wird im Axon der Nervenfaser bis zu der [[Synapse]] wie in einem Kabel fortgeleitet.
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==Formen==
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Man unterscheidet grundsätzlich zwei Formen der Erregungsleitung:
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* [[Elektrotonische Erregungsleitung]]
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*  Erregungsleitung durch Aktionspotentiale
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** [[Kontinuierliche Erregungsleitung]]
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** [[Saltatorische Erregungsleitung]]
 
[[Fachgebiet:Physiologie]]
 
[[Fachgebiet:Physiologie]]
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[[Tag:Erregung]]
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[[Tag:Nervenzelle]]
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[[Tag:Reiz]]

Aktuelle Version vom 4. Januar 2018, 15:16 Uhr

Synonyme: Erregungsausbreitung, Reizleitung, Reizfortleitung

1 Definition

Die Erregungsleitung beschreibt die Weiterleitung einer elektrischen Erregung in Neuronen oder Muskelzellen. Innerhalb des Neurons ist die Erregungsleitung ein bioelektrischer Prozess, der die Grundlage für die Funktion der Nervenzellen und damit des Nervensystems darstellt.

Wird die Erregung auf eine andere Zelle übertragen, spricht man von Erregungsübertragung. An den meisten Synapsen wird das Signal in chemischer Form weitergeleitet. Der Begriff Erregungsleitung wird aber häufig auch anstelle des Terminus Erregungsübertragung genutzt.

2 Hintergrund

Als Synonym für Erregungsleitung wir häufig auch der Begriff Reizleitung verwendet. Das ist jedoch streng genommen unrichtig, da ein Reiz nur spezifische Rezeptoren erregt und als solcher nicht fortgeleitet wird.

Der Begriff Erregungskette beschreibt anschaulich die Weiterleitung einer Erregung zwischen den Neuronen. Die Erregung springt über die Synapsen von Neuron zu Neuron.

3 Hintergrund

An der Membran lebender Zellen ist ein sogenanntes Ruhepotential messbar. Es kommt durch ungleiche intra- und extrazelluläre Ionenverteilung zustande und beträgt etwa 60-100 mV. Die Innenseite der Zellmembran ist dabei negativ, die Außenseite positiv geladen. Ist der Reiz für eine Nervenfaser stark genug, kommt es zum Aktionspotential, der elektrischen Fortleitung des Signals.

Ablauf:

  • Das Ruhepotential wird in Richtung "Null" hin verschoben.
  • Nach Erreichen einer kritischen Reizschwelle (Schwellenpotential) kommt es zum schnellen Anstieg der Natrium-Leitfähigkeit, der Depolarisation.
  • Anschließende Repolarisation mit Ausbildung der vorherigen Ladungsverhältnisse.

Kurz nach der Depolarisation folgt die Refraktärzeit, in welcher Nerven und Muskeln auch durch starke Reize nicht erregbar sind. Die Depolarisation ist als "Alles oder Nichts"-Antwort zu verstehen, zu der es erst beim Erreichen des Schwellenpotentials kommt. Das entstandene Aktionspotential wird im Axon der Nervenfaser bis zu der Synapse wie in einem Kabel fortgeleitet.

4 Formen

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Formen der Erregungsleitung:

Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 4. Januar 2018 um 15:16 Uhr bearbeitet.

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