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Ephedrin

Version vom 22. Mai 2008, 15:15 Uhr von Sebastian Bickelhaupt (Diskussion | Beiträge)

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Chemische Bezeichnung.: alpha-[1-(Methylamino)ethyl]benzen-methanol oder: (1R,2S)-2-Methylamino-1-phenyl-1-propanol

Summenformel: C10H15NO Synonyme: Ephedrinum, Ephedrini hydrochloricum

1 Definition

Ephedrin ist ein Phenylethylamin-Alkaloid das als Sympathomimetikum in der Behandlung von z.B. Hypotonie, chronischer Bronchitis und Asthma bronchiale Anwendung findet, jedoch auch als Grundstoff für die Produktion verbotener Betäubungsmittel wie N-Methylamphetamin (Crystal bzw. Meth) dient.

2 Wirkprinzip

Ephedrin kann als Phenylethylamin-Alkaloid aus Pflanzen (z.B. Ephedra sinica, Taxus baccat) gewonnen, oder synthetisch produziert werden. Ephedrin wirkt als Sympathomimetikum unspezifisch als Agonist der Adrenozeptoren, an denen es über die Stimulation von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren seine Wirkung entfaltet. Gleichzeitig bewirkt es eine Freisetzung von Adrenalin und Noradrenalin und ist durch das Fehlen von Hydroxylgruppen am Phenylring hirngängig.

Es kommt, neben der sympathomimetischen Wirkung, zu einer Steigerung der Proteinbiosynthese und der Fettverbrennung (über die Erhöhung der Körpertemperatur), auch hat es appetitzügelnde Wirkung.

Als Partydroge wird Ephedrin wegen seiner euphorisierender und aphrodisierender Wirkung genutzt, gleichzeitig bewirkt es eine Verstärkung des Selbswertgefühls.

3 Anwendungsgebiete

Ephedrin wurde lange Zeit als Standardmedikament bei der Behandlung von Asthma bronchiale genutzt. Wegen des steigenden Missbrauchs als Appetitzügler und Partydroge wurden die letzten frei verkäuflichen Ephedrinpäparate 2001 vom Markt genommen.

Anwendungsgebiete des Ephedrins:

Wird Ephedrin mit Aspirin kombiniert führt es zu einer Verstärkung der analgetischen Potenz.

4 Nebenwirkungen

Ephedrin führt durch seine Wirkung als Symphatomimetikum zu einem Anstieg des Blutdrucks und der Herzfrequenz. Gerade bei Überdosierungen kann es hierdurch unter anderem zu folgenden Nebenwirkungen kommen.

Die Kombination von Ephedrin mit Koffein scheint das Abhängigkeitspotential zu verstärken.

5 Gesetzliche Bestimmungen

Da Ephedrin als Grundstoff der Synthese des Betäubungsmittels N-Methylamphetamin (Crystal bzw. Meth) dient, wird die Abgabe des Stoffes in Deutschland durch das Grundstoffüberwachungsgesetz reguliert. Durch die leistungssteigernde, analgetische (in Kombination mit Aspirin) und appetitzügelnde Wirkung ist es auch im Sport als Dopingmittel einsetzbar und wird deshalb als verbotenes Dopingmittel geführt.

Nachdem lange Zeit Medikamente mit Ephedrinanteil freiverkäuflich in den Apotheken erhältlich waren, ist seit einer Änderung des Arzneimittelgesetzes AmG am 1. April 2006 alle ephedrinhaltigen Substanzen (inkl. Pflanzenteile) rezeptpflichtig.

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Fachgebiete: Arzneimittel, Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Juni 2016 um 08:24 Uhr bearbeitet.

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