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Eosinophile Ösophagitis: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Eosinophile Ösophagitis''' ist eine immunvermittelte [[Entzündung]] des [[Ösophagus]] mit Infiltration von [[Eosinophiler Granulozyt|eosinophilen Granulozyten]] in die [[Schleimhaut]] der Speiseröhre.
 
Die '''Eosinophile Ösophagitis''' ist eine immunvermittelte [[Entzündung]] des [[Ösophagus]] mit Infiltration von [[Eosinophiler Granulozyt|eosinophilen Granulozyten]] in die [[Schleimhaut]] der Speiseröhre.
  
==Ursache==
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Sie wird auch als "Asthma der Speiseröhre" bezeichnet.
Als Auslöser werden [[Nahrungsmittelallergen]]e und [[Umweltallergen]]e diskutiert.
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==Ätiologie und Pathogenese==
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Ausgangspunkt der Erkrankung sind in der Mukosa des Ösophagus ruhende undifferenzierte [[T-Zelle]]n. Diese liegen bei Betroffenen in (deutlich) erhöhter Zahl vor.
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Treffen Antigene wie [[Nahrungsmittelallergen]]e, [[Umweltallergen]]e oder immunogene [[Noxe]]n auf die Mukosa, werden antigenpräsentierende Zellen aktiviert. Dass diese Interaktion möglich ist, liegt vermutlich an veränderten [[Permeabilität]]seigenschaften des ösophagealen [[Epithel]]s. Die antigenpräsentierenden Zellen sezernieren [[IL-4]] und aktivieren damit die ruhenden T-Zellen, die zu [[T-Helferzelle]]n proliferieren. Diese schütten [[IL-4]], [[IL-5]] und [[IL-13]] aus und locken damit [[eosinophil]]e [[Granulozyt]]en, [[basophil]]e Granulozyten und [[Mastzelle]]n an.
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Zudem sorgen IL-4 und IL-13 für ein verlängertes Überleben der T-Zellen und eine leichtere Migration der eosinophilen Granulozyten in die Mukosa.
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Die migrierenden Zellen entstammen nicht dem Ösophagus, sondern [[CD34]]-positiven Vorläuferzellen des Knochenmarks. Die Speiseröhre ist physiologischerweise '''frei von eosinophilen Granulozyten'''.
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Die Freisetzung von eosinophilen Granulozyten hat verschiedene Konsequenzen: Zum einen sezernieren diese selbst [[Zytokin]]e, was weitere eosinophile Granulozyten anlockt. Dieser Mechanismus ist [[MAdCAM-1]]-vermittelt.
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Zum anderen kommt es zur Freisetzung von [[Transforming growth factor ß|TGF-ß]] und in der Folge zur [[Fibrose]] sowie zum Umbau des Gewebes. Das und die dauerhafte Entzündungsreaktion führt zum [[Remodeling]], das durch die Veränderung der Morphologie die [[Dysphagie]] bedingt.  
  
 
==Vorkommen==
 
==Vorkommen==

Version vom 29. Dezember 2015, 00:39 Uhr

Englisch: eosinophilic esophagitis, EoE

1 Definition

Die Eosinophile Ösophagitis ist eine immunvermittelte Entzündung des Ösophagus mit Infiltration von eosinophilen Granulozyten in die Schleimhaut der Speiseröhre.

Sie wird auch als "Asthma der Speiseröhre" bezeichnet.

2 Ätiologie und Pathogenese

Ausgangspunkt der Erkrankung sind in der Mukosa des Ösophagus ruhende undifferenzierte T-Zellen. Diese liegen bei Betroffenen in (deutlich) erhöhter Zahl vor.

Treffen Antigene wie Nahrungsmittelallergene, Umweltallergene oder immunogene Noxen auf die Mukosa, werden antigenpräsentierende Zellen aktiviert. Dass diese Interaktion möglich ist, liegt vermutlich an veränderten Permeabilitätseigenschaften des ösophagealen Epithels. Die antigenpräsentierenden Zellen sezernieren IL-4 und aktivieren damit die ruhenden T-Zellen, die zu T-Helferzellen proliferieren. Diese schütten IL-4, IL-5 und IL-13 aus und locken damit eosinophile Granulozyten, basophile Granulozyten und Mastzellen an. Zudem sorgen IL-4 und IL-13 für ein verlängertes Überleben der T-Zellen und eine leichtere Migration der eosinophilen Granulozyten in die Mukosa.

Die migrierenden Zellen entstammen nicht dem Ösophagus, sondern CD34-positiven Vorläuferzellen des Knochenmarks. Die Speiseröhre ist physiologischerweise frei von eosinophilen Granulozyten.

Die Freisetzung von eosinophilen Granulozyten hat verschiedene Konsequenzen: Zum einen sezernieren diese selbst Zytokine, was weitere eosinophile Granulozyten anlockt. Dieser Mechanismus ist MAdCAM-1-vermittelt. Zum anderen kommt es zur Freisetzung von TGF-ß und in der Folge zur Fibrose sowie zum Umbau des Gewebes. Das und die dauerhafte Entzündungsreaktion führt zum Remodeling, das durch die Veränderung der Morphologie die Dysphagie bedingt.

3 Vorkommen

Das männliche Geschlecht ist etwas häufiger betroffen als das weibliche. In 50% der Fälle liegt zugleich eine allergische Erkrankung vor (allergisches Asthma, allergische Rhinitis, usw.).

4 Klinik

Durch die chronische Entzündung kommt es zu einer strukturellen Veränderung des Ösophagus. Symptome sind u.a.:

5 Komplikation

Bei Kindern treten vor allem Gedeihstörung durch Nahrungsmittelverweigerung (Malnutrition) auf..

6 Therapie

Die Therapie setzt sich aus einer speziellen Diät und symptomatischer Medikation zusammen:

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Dezember 2015 um 00:39 Uhr bearbeitet.

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