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Enterozele

Version vom 18. Juni 2020, 12:15 Uhr von Theresa Krüger (Diskussion | Beiträge)

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Englisch: enterocele

1 Definition

Als Enterozele bezeichnet man einen hernienbedingten Vorfall (Prolaps) von Dünndarmanteilen in den Douglas-Raum.

2 Ätiologie

Mögliche Ursachen sind

3 Klinik

Neben asymptomatischen Verläufen kommt es zu uncharakteristischen Beschwerden wie Druckgefühl oder Unterleibsschmerzen. Durch Absenken der Dünndarmanteile im Rahmen der Defäkation kann es zur Kompression des Rektums mit konsekutiven Stuhlentleerungsstörungen kommen. Ein Ileus kann die Folge sein. Fakultativ kann ein Descensus uteri oder ein Uterusprolaps assoziiert sein.

4 Diagnostik

Die Diagnose wird röntgenologisch mittels Defäkographie gestellt. Orientierend sollte im Vorfeld eine rektovaginale Palpation und eine sonographische Befundung des kleinen Beckens erfolgen.

5 Therapie

Die Behandlung der Enterozele bedarf des operativen Verschlusses der Bruchpforte, ggf. unter begleitender Resektion der prolabierten Dünndarmanteile. Auf längere Sicht sollte zur Prophylaxe weiterer Senkungsproblematiken ein regelmäßiges Beckenbodentraining erfolgen.

laparoskopische Versorgung einer Enterozele nach Hysterektomie

siehe auch: Rektozele

Diese Seite wurde zuletzt am 18. Juni 2020 um 12:15 Uhr bearbeitet.

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